Streit um Trassenplan:

Verkehrsreferent hält an Umfahrung durch Linz fest

Oberösterreich
08.05.2018 09:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Noch ist der Bau für die Linzer Ostumfahrung in weiter Ferne - die Wogen gehen aber seit Tagen hoch. Dabei leitete das Land erst die „strategische Umweltprüfung“ des Korridors von Ebelsberg bis Treffling ein. Eine andere Variante kommt für FPÖ-Landesrat Günther Steinkellner trotz heftiger Kritik auch nicht in Frage.

„Ein Blick auf die Landkarte würde genügen und die Forderung nach einer Trasse für die Linzer Ostumfahrung im Raum Enns würde sich als sinnlos herausstellen“, ärgert Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) die Kritik an den Plänen für eine Trasse von Ebelsberg nach Treffling. Die Strecke sei die mit Abstand kürzeste und somit die effizienteste Nord-Süd-Verbindung. Jede Verlagerung der Umfahrung Richtung Osten würde nur eine geringere Entlastung für die Stadt Linz bedeuten.

Bester Schutz für Anrainer
 „Der Großteil des Transitverkehrs von Prag in den Süden führt auf die Pyhrnautobahn oder nach Westen Richtung München. Jene Prager, die in den Großraum Wien fahren, wählen bereits in Tschechien die Autobahn Richtung Brünn“, so Steinkellner. Dass der Verkehr durch sensibles Gebiet rollen würde, ist dem Verkehrslandesrat bewusst: „Eine Tieflage, eine Untertunnelung oder Einhausung sind ein Gebot der Stunde.“

Gelassenheit in Enns
 Die Debatte über eine Ostumfahrung auf Ennser Stadtgebiet, sieht man in der ältesten Stadt Österreichs gelassen. Für Verkehrsreferent und Stadtvize Manfred Voglsam (ÖVP) liegt es in der Natur der Sache, dass in Linz und Steyregg gegen das Projekt protestiert wird: „Die Frage der Effektivität ist geklärt, deshalb glaube ich nicht, dass Enns noch einmal ins Spiel kommt.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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