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04.05.2018 18:28

OPCW-Inspektoren haben Arbeit in Syrien beendet

Die Inspektoren der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen haben ihre Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffs in der syrischen Stadt Duma nach russischen Angaben beendet. Moskau erwartet nun einen „unparteiischen und professionellen Bericht“. 

Die Experten hätten ihre Arbeit vor Ort abgeschlossen, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Bereits zuvor hatte es in diplomatischen Kreisen geheißen, dass die OPCW-Experten am Donnerstagabend an den Hauptsitz ihrer Organisation in Den Haag zurückgekehrt seien. Die russische Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa meinte am Freitag, ihr Land unterstütze die Arbeit der OPCW-Experten weiterhin - „vor allem in Sicherheitsfragen“.

In Duma im damaligen Rebellengebiet Ost-Ghouta bei Damaskus waren am 7. April mehr als 40 Menschen mutmaßlich durch Gas getötet und Hunderte verletzt worden. Der Westen machte die syrische Regierung für die Attacke verantwortlich, Damaskus und Moskau wiesen den Vorwurf zurück. Die USA, Großbritannien und Frankreich schossen eine Woche später Marschflugkörper auf Syrien ab.

Erst drei Wochen nach Angriff Zutritt zum Untersuchungsgebiet gestattet
Die OPCW bekam erst drei Wochen nach dem Angriff Zugang zum Schauplatz des Angriffs. Experten erklärten jedoch, chemische Spuren - soweit vorhanden - könnten trotz des zeitlichen Abstands noch nachgewiesen werden, unter anderem in den Leichen der mutmaßlichen Opfer. OPCW-Direktor Ahmet Üzümcü kündigte am Donnerstag gegenüber der britischen Zeitung „Financial Times“ an, dass seine Organisation sogar die Exhumierung der mutmaßlichen Giftgasopfer erwäge.

Mit Zeugen gesprochen und Krankenhaus untersucht
Während ihrer Mission sprachen die Experten mit möglichen Zeugen und besuchten zwei Wohnungen sowie ein Krankenhaus. Laut dem russischen Verteidigungsministerium untersuchten die Inspektoren auch ein von Russland entdecktes Labor und ein Chemikalienlager. Auf diese zwei Orte stützt Moskau seine Gegenthese, bewaffnete Regierungsgegner hätten Zugang zu Gift gehabt. Russland präsentierte außerdem vergangene Woche am OPCW-Hauptsitz in Den Haag angebliche Zeugen, die einen Giftgasangriff verneinten.

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