Das, wofür er angetreten sei, habe so nicht stattgefunden, erklärte Gurgiser seine Entscheidung. Vielmehr sei er in den vergangenen eineinhalb Jahren in seiner Arbeit behindert worden. Sauer aufgestoßen waren Gurgiser auch die arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung vom Bürgerforum-Chef Dinkhauser mit seiner ehemaligen Pressesprecherin Claudia Isaza-Montoya.
Schnitzer: "Wurde nicht einmal zum Parteitag eingeladen"
Gurgiser wurde bereits im Juni vom Klub der stärksten Oppositionspartei im Tiroler Landtag ausgeschlossen. Am Freitag verlor der Fritz-Klub mit Thomas Schnitzer einen weiteren Abgeordneten. Das Fass zum Überlaufen brachte für Schnitzer – er ist seit 1992 Bürgermeister von Ehrwald und war einst SP-Mitglied – eine Fritz-Vorstandssitzung am Donnerstagabend: "Dabei wurde der Parteitag besprochen – ich wurde dazu aber nicht eingeladen. Meine Mitarbeit scheint nicht mehr gewünscht zu sein, daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden."
Der Weg für Gurgiser und Schnitzer ist klar: "Wir sind das Bürgerforum und in diesem Sinne werden wir unsere Politik fortsetzen!" Am Freitag wurde auch die Homepage (siehe Infobox)freigeschaltet.
Dinkhauser: "Charakterliche Frage"
"Menschlich enttäuscht" hat sich Fritz Dinkhauser von der Entscheidung Schnitzers gezeigt. "Das ist keine politische, sondern eine charakterliche Frage", sagte Dinkhauser. Ein Urteil müssten sich aber ohnedies die Wähler bilden. Diese hätten "ja" zu einem Großteil ihn (Dinkhauser) gewählt, betonte er.
Schnitzer habe "kein direktes Mandat" gehabt, sondern sei auf seinen Wunsch hin in den Landtag gekommen, sagte Dinkhauser. Zudem sei es eine "Frage des Charakters", ob man solche Dinge persönlich mitteilt oder über die Medien ausrichte.
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