Betriebe in der Krise

Düstere Prognose für die heimische Wirtschaft

Kärnten
05.11.2009 18:16
Ein düsteres Bild zeichnet die Konjunkturumfrage der Arbeiterkammer Kärnten: Danach lässt der erhoffte Wirtschaftsaufschwung auf sich warten. Schlimmer noch: Fast die Hälfte der Betriebsräte rechnet mit weniger Aufträgen und Personalabbau. Die Landesregierung startet inzwischen ein weiteres Konjunkturprogramm.

"Die Unternehmensgewinne mögen durchaus wieder achtbar sein. Das schlägt sich aber nicht auf den Arbeitsmarkt durch", warnt AK-Präsident Günther Goach. So beurteilen die Betriebsräte die Wirtschaftsentwicklung heuer deutlich pessimistischer als im Vorjahr. 42,5 Prozent gehen von einer schlechteren Auftragslage aus. Ein Viertel erwartet in nächster Zukunft den Abbau von Personal. Nicht einmal 30 Prozent rechnen mit Neueinstellungen.

Dazu kommt, dass die Unternehmen weniger investieren: Fast zwei Drittel der Betriebsräte berichten, dass in ihren Betrieben Investitionen zurückgestellt werden, die Hälfte fürchtet so gravierende Einsparungsmaßnahmen, dass diese sich negativ auf die Beschäftigung auswirken werden.

Goach sieht im kommenden Jahr vor allem das Bau- und die Baunebengewerbe gefährdet. Neben dem Verzicht auf Nulllohnrunden – "Der private Konsum ist die einzige Stütze der Konjunktur" –, einem höheren Arbeitslosengeld, mehr Arbeitsstiftungen und mehr Geld für Schulungen fordert Goach daher vom Land weitere Unterstützungspakete.

Hilfe vom Land
Damit rennt er bei Wirtschaftsreferent Josef Martinz offene Türen ein: Für die Förderung des kommunalen Hochbaus stellt das Land insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem zweiten Konjunkturpaket werden Hochbauvorhaben der Gemeinden mit 15 Prozent unterstützt. Martinz: "Die Gemeinden vergeben 62 Prozent aller öffentlichen Aufträge und im Hochbaubereich ist der Beschäftigungseffekt am höchsten."

von Waltraud Dengel ("Kärntner Krone")

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