Di, 23. Oktober 2018

Freispruch!

24.04.2018 09:15

WhatsApp-Herzchen nach angeblicher Vergewaltigung

Weil er ein schlafendes 15-jähriges Mädchen vergewaltigt haben soll, ist am Montag ein Unterländer (34) in Innsbruck vor Gericht gesessen. Nicht zum ersten Mal: Denn aufgrund eines ähnlichen Vorfalls hatte der Mann vor drei Jahren schon hinter Gitter müssen. Doch der Sex mit der 15-Jährigen soll einvernehmlich gewesen sein.

Kennengelernt haben sich der Anklagte und das mutmaßliche Opfer im Oktober des Vorjahres. „Wir haben uns gut verstanden, hatten aber nie richtig Zeit zu reden“, erklärte der 34-Jährige vor dem Schöffensenat. Dies wollte er laut eigenen Angaben zwei Tage nach Weihnachten nachholen. „Ich habe sie mit nach Hause genommen, wir haben uns einen Film angeschaut und ein bisschen gequatscht.“

„Ich hätte sofort aufgehört“
Da das Gewand der passionierten Reiterin nach Stall roch, legte ihr der Unterländer nahe, sich auszuziehen. Augenblicke später begann er das Mädchen mit einem Öl zu massieren und zog ihr dafür auch die Unterhose aus. „Nur weil ich nicht wollte, dass diese schmutzig wird“, so die fadenscheinige Erklärung. Es kam zum Sex. Laut ihm einvernehmlich. Die 15-Jährige aber behauptet, eingeschlafen und vergewaltigt worden zu sein. „Wenn ich gemerkt hätte, dass sie nicht will, hätte ich sofort aufgehört“, meinte der Angeklagte.

WhatsApp-Verlauf brachte die Wende
Ein während der Verhandlung aufgetauchter WhatsApp-Verlauf, in dem auch nach dem Vorfall tagtäglich Herzchen ausgetauscht wurden, brachte die Wende. Der 34-Jährige wurde vom Vergewaltigungsvorwurf freigesprochen, muss aber 600 Euro Geldstrafe zahlen, weil er trotz Waffenverbots einen Elektroschocker besaß.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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