Nicht nur die vergangenen Winter waren von Staus geprägt, auch im Sommer wird es immer enger: 36.452 Fahrzeuge – das war der Tages-Spitzenwert, der im August im Brettfalltunnel registriert wurde. Die Kapazitätsgrenzen sind längst überschritten.
Werner Kostenzer, Obmann des TVB Vorderes Zillertal, forderte bei der Eröffnung eines Kreisverkehrs am Donnerstag in Kaltenbach neuerlich einen Vollanschluss an die Autobahn bei Münster. Er plädiert zudem dafür, im Winter eine Einbahnregelung einzuführen. Das heißt: Hinaus über Strass, hinein durch den Tunnel. Dieser Idee kann LH-Stv. Anton Steixner (VP), zuständig für die Landesstraßenverwaltung, etwas abgewinnen. Nicht realistisch sei ein neuer Anschluss an die Autobahn. Und schon gar nicht die Idee einer zweiten Straße bis Stumm.
"Weg von der Samstag-Samstag-Reiseregelung"
Steixner wünscht sich hingegen mehr finanzielle Beteiligung der Touristiker an Straßenprojekten. Schließlich seien sie die Nutznießer. Viele Ortschefs wünschen sich mehr Kreativität bei der Gestaltung der Urlaubs-Angebote. "Wir müssen weg von der Samstag-Samstag-Reiseregelung", so Klaus Gasteiger.
Die Einheimischen sollen künftig mehr Öffis fahren. Die Zillertalbahn fährt öfter, neue Regiobusse sind in Planung. Dass die Zillertalbahn ein massentaugliches Verkehrsmittel für Touristen wird, das glaubt nicht einmal der Direktor. "Die Bahn ist ein Nahverkehrsmittel fürs Tal, aber bei der Anreise kann sie die Straße nie ersetzen", so Wolfgang Holub.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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