Endloses Pendlerleid

VP und SP schieben sich die Schuld an der Bahn-Misere zu

Niederösterreich
05.11.2009 11:36
Empörung über Fahrpläne, Aufregung um Nebenbahnen – St. Pöltener Parteistrategen von ÖVP und SPÖ schießen aus vollen Rohren und weisen sich die Schuld am Scheitern der Verhandlungen mit den ÖBB und am Leid der Pendler gegenseitig zu. Diese haben davon freilich die Nase voll: "Wir wollen nur pünktlich zur Arbeit und nach Hause kommen!"

Während verärgerte Fahrgäste wegen Zugverspätungen auf vielen Strecken langsam die Geduld verlieren, wollen die Parteien aus dem Streit um die ÖBB offenbar politisches Kleingeld schlagen. Zwar findet der Vorschlag von Landeshauptmann Erwin Pröll zur Übernahme der Nebenbahnen Zustimmung – doch damit scheint die Einigkeit auch schon zu Ende.

SP kritisiert Taktieren Prölls
SP-Chef Sepp Leitner: "Es gibt bereits ein klares Angebot der ÖBB. Aber die VP blockt ab." Konkret, so heißt es, solle das Land die Linien um 15 Millionen Euro ablösen. Gemeinsam mit dem Bund würden dann 150 Millionen Euro in neue Gleise und Züge investiert. Leitner: "Statt über vernünftige Lösungen zu reden, taktiert Pröll lieber."

ÖVP besteht auf Gesamtpaket
VP-Landesrat Johann Heuras kontert: "Die SP macht Bahn-Managern die Mauer, statt Pendlern zu helfen." Man verhandle nicht über Teilbereiche. "Es muss ein Gesamtpaket mit Sicherung der Nebenlinien sowie Verbesserungen im Fahrplan geben", so Heuras. Die Grünen treten überhaupt für eine Radikalvariante ein. Sprecherin Amrita Enzinger: "Das Land soll in Niederösterreich den Bahnbetrieb komplett übernehmen.

Was meinst du? Kann das Land die Bahnlinien besser führen als die ÖBB? Stimm über den Link in der Infobox ab!

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Niederösterreich
05.11.2009 11:36
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung