Während verärgerte Fahrgäste wegen Zugverspätungen auf vielen Strecken langsam die Geduld verlieren, wollen die Parteien aus dem Streit um die ÖBB offenbar politisches Kleingeld schlagen. Zwar findet der Vorschlag von Landeshauptmann Erwin Pröll zur Übernahme der Nebenbahnen Zustimmung – doch damit scheint die Einigkeit auch schon zu Ende.
SP kritisiert Taktieren Prölls
SP-Chef Sepp Leitner: "Es gibt bereits ein klares Angebot der ÖBB. Aber die VP blockt ab." Konkret, so heißt es, solle das Land die Linien um 15 Millionen Euro ablösen. Gemeinsam mit dem Bund würden dann 150 Millionen Euro in neue Gleise und Züge investiert. Leitner: "Statt über vernünftige Lösungen zu reden, taktiert Pröll lieber."
ÖVP besteht auf Gesamtpaket
VP-Landesrat Johann Heuras kontert: "Die SP macht Bahn-Managern die Mauer, statt Pendlern zu helfen." Man verhandle nicht über Teilbereiche. "Es muss ein Gesamtpaket mit Sicherung der Nebenlinien sowie Verbesserungen im Fahrplan geben", so Heuras. Die Grünen treten überhaupt für eine Radikalvariante ein. Sprecherin Amrita Enzinger: "Das Land soll in Niederösterreich den Bahnbetrieb komplett übernehmen.
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von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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