Wieder neue Fälle

Rekruten und Heimbewohner mit H1N1-Virus infiziert

Kärnten
05.11.2009 12:57
Es gibt wieder neue Fälle der Neuen Grippe: Im Klagenfurter Kolpingheim werden in einem Krankentrakt insgesamt fünf Heimbewohner betreut. Bei drei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen. Auch aus der Lienzer und einer Villacher Kaserne wurden am Donnerstag mit dem H1N1-Virus infizierte Rekruten nach Klagenfurt überstellt.

Die Rekruten von der Lienzer Haspinger-Kaserne wurden in die Feldambulanz in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne überstellt. "Am Donnerstag ist ein Soldat aus Villach dazugekommen, somit betreuen wir derzeit vier Patienten. Platz haben wir für 30", so Helmut Sadnikar vom Bundesheer.

Auch im Kolpingheim wurde am Donnerstag eine Quarantänetrakt eingerichtet. Im Schülerheim dürften ja - wie berichtet - die H1N1-Erkrankungen der Klagenfurter Berufsschüler ihren Ursprung genommen haben. Laut Kolping-Heimleiterin Andrea Zarre-Wulz seien etliche Schüler im Heim von einer fiebrigen Erkältung betroffen. Einige wurden bereits von ihren Eltern abgeholt, dies sei aber nicht in allen Fällen möglich, weshalb die Krankenstation eingerichtet worden sei. "Wir melden die Neuerkrankungen und geben die Hinweise der Gesundheitsexperten an die Schüler weiter", so Zarre-Wulz.

Von einer Schließung ist aber nicht die Rede. "Wir beherbergen Jugendliche aus der ganzen Welt. Darunter sind auch viele koreanische Musikstudenten des Konservatoriums. Wenn wir zusperren, stehen diese jungen Leute auf der Straße, denn man kann sie ja nicht für die paar Tage nach Hause schicken", schildert Zarre-Wulz die verzwickte Lage.

Amtsarzt warnt vor Panikmache
Amtsarzt Fillafer erklärte, dass in manchen Schulen bereits mehr als 70 Kinder oder Jugendliche an grippalen Symptomen erkrankt sind. Nur bei einigen wurde das H1N1-Virus nachgewiesen, "dies ist aber nur die Spitze des Eisberges", so Fillafer. Er schätzt, dass bis zum Frühjahr "eine vollständige Durchseuchung mit diesem Virus stattfinden wird". Panik sei aber nicht angebracht. Eine Ausbreitung könne nur eingedämmt werden, wenn rechtzeitig Isolationsmaßnahmen ergriffen werden, meinte der Amtsarzt.

Jugendliche beugen vor
Trotzdem bilden sich am Klagenfurter Gesundheitsamt bereits "Impf-Schlangen". Darunter auch viele Jugendliche, wie etwa die 19-jährige Christina H.: "Jetzt kommen viele Maturabälle. Da ist das Ansteckungsrisiko hoch, wenn viele Jugendliche auf wenig Raum zusammen sind. Da möchte ich vorbeugen."

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