Größe zählt doch

Und die Größe zählt doch ...

Wissenschaft
11.04.2004 16:02
Seitdem die Menschen den Sex zu ihrem Vergnügen entdeckt haben, kreisen die Gedanken der Männer um die Frage, ob sie auch ausreichend bestückt seien. Und wenn nicht, dann trösten sie sich damit, dass Größe nicht alles sei und das es auf die Technik ankomme. Was ja meistens auch stimmt. Kanadische Forscher haben jetzt allerdings herausgefunden, dass die Größe des Penis bei der Findung des Partners eine wichtige Rolle spielt!
Aber keine Panik: Die Erkenntnisse der Forscherbeziehen sich auf Walrösser und Seeelefanten. Wie Pressetext.deberichtete, ist an der im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichtenStudie auffällig, dass fleischfressende Säuger in kälterenRegionen offensichtlich über längere Sexualorgane imVergleich zur Körpergröße verfügen, als die,die in wärmeren Gebieten leben.
 
Die Forscher haben 122 verschiedene Tierarten undderen Baculum, das ist der Penisknochen, untersucht. Demnach verfügenetwa Walrosse, die ein Lebendgewicht von 1,7 Tonnen auf die Waagebringen, über ein 60 Zentimeter langes Baculum. Sie sindunter den Säugern diejenigen, die im Vergleich zu ihrer Körpergrößeden längsten Penis besitzen. Im Vergleich dazu sind Seeelefanten,deren Gewicht fast 600 Kilogramm höher ist, relativ schwachbestückt.
 
Die Wissenschaftler Steven Ferguson vom FreshwaterInstitute in Winnipeg und Serge Lariviere von der Delta WaterfowlFoundation, die diese Studie durchgeführt haben, nehmen an,dass dies mit der Strategie der Paarung zu tun hat. Währenddie Seeelefanten zwar heftige Kämpfe ausführen, istdie Anzahl der Weibchen relativ groß. Die Chance auf einePaarung daher gut.
 
Anders beim Walross: Sie sind Einzelgängerund die Chance ein Weibchen zu finden ist bei ihnen weitaus geringer.Ein großer Penis sei daher hilfreich beim Finden der passendenPartnerin. Längere Penisknochen bei Tieren in der Arktishaben aber auch den Zweck, dass das männliche Sperma auchsicherer in die weibliche Eizelle dringt und so die Chance auferfolgreichen Nachwuchs sichert.
 
"Ein gut bestücktes Männchen wird alsoeher zum Vater", so Ferguson. Der Experte Matthew Gage von derUniversity of East Anglia in England sieht hingegen nur den Aspektder optimierten Chance auf Nachwuchs. "Es geht nur darum, welchesSpermium zum weiblichen Ei kommt", so Gage. Andere Forscher sehenhingegen in der Länge des Baculums auch Hinweise auf denPaarungsmodus: Seeelefanten paaren sich an Land, Walrosse im Wasser.
 
An Land ist die Gefahr des Bruchs des Baculumszu groß, daher sorgte die Evolution für einen kürzerenPenisknochen. Ferguson teilt die Theorie der Problematik einesBruchs allerdings nicht: seiner Ansicht nach ist diese Gefahrauch im Wasser gegeben. Er sieht die Temperatur der Lebensumweltals ausschlaggebend für die Größe des männlichenGeschlechtsorgans. (Quelle: Pressetext.de)
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