Für Seniorenbund:

Herwig van Staa als Finanz-Stadtrat

Tirol
07.04.2018 10:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

„Sollen wir mit verschränkten Armen zuwarten und zuschauen wie unsere schöne Stadt den Bach hinuntergeht?“ Diese Frage beantwortet der Innsbrucker Seniorenbund mit einem entschiedenen „Nein!“

Bei der Wahl am 22. April tritt die Riege um Landesobmann Helmut Kritzinger mit einer Liste von Persönlichkeiten an, „die in ihrem Leben schon viel geleistet haben und die viel an Erfahrung einbringen können“, sagte Kritzinger, der diesmal Ex-Flughafenchef Reinhold Falch den Vortritt lässt.

Er selbst kandidiert auf Platz zwei, Bundesrätin Klara Neurauter auf 3, Anwalt Hanns Christian Forcher-Mayr auf 4 und  Herwig van Staa (75), von 1994 bis 2002 Innsbrucker Bürgermeister, auf Platz 5. „Mein Angebot an die Innsbrucker Bevölkerung  ist: Wenn der Seniorenbund stark genug wird, also drei Mandate erreicht, dann wäre ich bereit, Finanzstadtrat zu werden“, sagte van Staa.   

Er  selbst würde dadurch keine Mehreinnahmen erreichen,  „weil ich  dafür wiederum die Pension an der Universität gestrichen hätte.“  Er habe in den letzten 15 Jahren der öffentlichen Hand 1,5  Millionen Euro gespart an Pensionen. Warum das Finanzressort?

„Weil ich bewiesen habe, dass ich es kann. Ich habe seinerzeit als Bürgermeister gegen massivste Widerstände aus der meistverschuldeten Stadt Österreichs die einzige schuldenfreie Stadt gemacht. Es geht mir hier um die Zukunft Innsbrucks - und ich möchte nicht, dass das, was ich als mein politisches Lebenswerk betrachte, irgendwann den Bach hinuntergeht.“  Jede andere Spitzenfunktion werde Spitzenkandidat Reinhold Falch  einnehmen.

6000 Stimmen müsste der Seniorenbund bekommen, die Hoffnung ruht auf 45.000 Wählern, die beim letzten Mal zuhause blieben.  Zum Vergleich: 2012 erhielt der Seniorenbund rund 1400 Stimmen.

Neben den Mega-Themen Sicherheit, Finanzen, Wohnen, Verkehr, Soziales seien es viele kleine Nadelstiche, mit denen die Innsbrucker Bevölkerung geärgert werde, vor allem in Verkehrsfragen: Stichwort Parkgebühren bis 21 Uhr, jahrelange Baustellen auf den Straßen und fehlende grüne Wellen trotz millionenteurem Verkehrsrechner.  Fazit Falchs: „Wir wollen mitreden, mitgestalten, aber nicht wadlbeißen und drüberfahren!“

Fehlentwicklungen  ortet auch die Volkspartei:  „Der Verkehr ist eine der größten Baustellen Innsbrucks. In der nächsten Periode müssen die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre aufgearbeitet werden. Innsbruck braucht realistische Lösungen statt grüne Verkehrsutopien“, erklärten gestern VP-Bürgermeisterkandidat Franz X. Gruber und GR-Kandidat Christoph Appler: „Das Verkehrsressort muss in die  Hand der Volkspartei!“

Personen, die am Wahltag verhindert sind, können mittels Wahlkarte wählen:  Diese kann auf mehreren Wegen angefordert werden. Eine Möglichkeit ist das Wahlkarten-Büro im Rathaus, das ab Montag geöffnet ist. Bei Vorzeigen eines gültigen Lichtbild-Ausweises werden die Wahlkarten  ausgestellt.

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