28.03.2018 07:30 |

Weniger Ausgeh-Lokale

Berühmt-berüchtigte Bogenmeile wird entschärft

Schlechte Nachrichten für Nachtschwärmer in Innsbruck: Die  berühmt-berüchtigte Bogenmeile soll nicht nur optisch aufgehübscht, sondern strukturell verändert werden. Gastro-Betriebe, die bis 6 Uhr oder länger offen haben,  sind  vonseiten der ÖBB als Mieter künftig nicht mehr erwünscht. Die Stadt installierte LED-Licht für mehr Sicherheit.

Anrainer, die über  lärmende, betrunkene Gästegruppen klagen; besorgte Autofahrer, die ihre Autos aus Angst vor Vandalenakten nicht mehr in den Straßenzügen parken; Polizeieinsätze am frühen Vormittag wegen  Schlägereien  von Passanten nach  durchzechter Nächten: Das alles ist die Innsbrucker Bogenmeile.

„Aus polizeilicher Sicht ist sie aber über weite Strecken völlig harmlos“, beteuert Stadtpolizei-Kommandant Martin Kirchler. Dennoch hat die Stadt genau hier begonnen, mittels neuster LED-Beleuchtung die dunklen Flecken auszuleuchten: „Die  hellste Straße Innsbrucks“ sei so entstanden, berichtete IKB-Vorstand Helmuth Müller.   

„Die Polizeileitstelle kann mittels Kameras die Straße durchgehend überwachen und sofort reagieren. In Verbindung mit dem neuen Beleuchtungskonzept erwarten wir einen neuerlichen Rückgang der Delikte“, sagt Kirchler.

Aufhorchen ließ Arno König als Vertreter des ÖBB-Immo-Managements mit der Aussage, dass Nachtgastronomie künftig nicht mehr erwünscht sei: „Die Probleme entstehen vorwiegend in der Nacht durch viele aneinandergereihte Lokale.“ Die Stadt begrüßt den Kurswechsel: „Höherwertige Gastronomie findet  zwischen 2 und 6 Uhr Früh sicher nicht statt“, sagte BM Christine Oppitz-Plörer.  

Der Stadtteil sei durch die Bögen historisch wertvoll und solle eine Aufwertung erfahren. Damit beginnt die ÖBB durch Sandstrahlen der Fassaden.

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