Do, 20. September 2018

Tram-Fahrgast verletzt

24.03.2018 06:45

„Zum Glück sahen Zeugen Angriff der Kontrolleure“

„Der Fall ist bei den Behörden angezeigt“, sagt Christian L., der von Kontrolleuren der Linzer Straßenbahn Mittwochabend gewürgt, zu Boden gerissen und verletzt wurde. Der Vorfall wurde von Passanten, die halfen auf Video festgehalten. Grund für das harte Vorgehen war, dass der Tiroler ein falsches Ticket hatte. „Zum Glück sahen Zeugen den Angriff der Kontrolleure“, so der 41-Jährige. Die Polizei hat bereits erste Einvernahmen durchgeführt.

Gottlob ist dieser Vorfall nicht irgendwo in einer dunklen, versteckten Seitengasse und ohne Zeugen passiert. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie die Sache für mich dann ausgegangen wäre“, schaudert es Christian L., wenn er an den Vorfall von Mittwochabend in Linz denkt.

Mit Verletzungen im Krankenhaus
Der Tiroler wurde bei einer Fahrscheinkontrolle in der Linzer Straßenbahn von Kontrolleuren am Hals gepackt, in Catchermanier zu Boden gerissen und an die Wand gedrückt. Dabei an Finger und Knie verletzt und erlitt einen Bluterguss – daher auch im Krankenhaus war.

Passanten halfen dem Opfer
Auslöser: Er war mit einem falschen Ticket (fuhr fünf statt gestatteter vier Stationen) auf dem Linzer Hauptplatz kontrolliert worden. Wurde, als er seinen Fehler erklärte, beschimpft und ging daher weiter. In der Altstadt, rund 20 Meter von der Haltestelle entfernt, wurde Christian L. von zwei weiteren Kontrolleuren angegangen. Passanten halfen dem 41-Jährigen nicht nur, sondern hielten das äußerst rüde Eingreifen der Securitas-Mitarbeiter auf Video fest.


„Kontrolleuren fehlte die notwendige Schulung“
„Ich kann verstehen, dass sich Kontrolleure in ihrem Job vieles mitmachen. Aber diesen Herren fehlte, meiner Meinung nach, die notwendige Schulung, wie sie sich richtig in gewissen Fällen zu verhalten haben. Ich habe auch das Gefühl, dass sie die Situation bei mir eskalieren lassen wollten“, sagt der HTL-Ingenieur.


Erste Zeugen von Polizei befragt
„Vielleicht ändert sich die Denkweise bei den Verantwortlichen, weil mein Fall an die Öffentlichkeit gelangte“, so der Innsbrucker, dessen Vorfall zur Anzeige gebracht wurde. Erste Zeugen waren bereits bei Polizei zur Einvernahme.

„Behörden ermitteln und das ist gut so“
Zurückhaltend gibt sich das Unternehmen Securitas, dass die Kontrollen in den Linzer Straßenbahnen durchführt. Prokurist Peter Maier erklärt: „Es wird von den Behörden ermittelt und das ist auch gut so. Weil aber ein Verfahren läuft, möchten wir den Vorfall auch nicht näher kommentieren.“

Andi Schwantner, Kronen Zeitung

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