12.03.2018 10:57 |

Tiroler (68) starb

Sturz von Leiter häufigste Unfallart im Garten

Vor den Augen seines Enkels (5) stürzte am Samstag - wie die „Krone“ berichtete - ein Pensionist (68) in Kufstein von einer Leiter und zog sich tödliche Verletzungen zu. Leiterstürze sind die häufigste Unfallart bei der Gartenarbeit. 1300 Gartenunfälle mit Verletzten ereignen sich jedes Jahr in Tirol. Jetzt ist die Unfallgefahr besonders hoch.

Im Frühling drängen Hobby-Gärtner ins Freie. Es ist Zeit, die Bäume zu stutzen. Auch der 68-Jährige Unterländer wollte in Kufstein-Mitterndorf am Samstag einen Baum von Ästen befreien. Dafür stieg er auf eine Aluleiter. Diese hatte der Mann an einen Weidenstrauch angelehnt. Hinter dem Strauch führt eine betonierte Stiege in den Keller. Genau hier stürzte der Pension drei Meter in den Kellerabgang. Der 5-jährige Enkel musste das Unglück mit ansehen und holte sofort die Oma. Als diese den Ehemann fand, lebte er noch. Einige Stunden später aber verstarb der Pensionist im Krankenhaus Kufstein.

Jedes Jahr verletzen sich in Tirol rund 1300 Personen bei Gartenarbeiten so schwer, dass sie ins Krankenhaus müssen. Österreichweit sind es 23.000. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat erhoben, dass die häufigste Unfallart Stürze von einer Leiter sind. Im Fall des Unterländers lässt sich die Ursache des Sturzes wohl nicht mehr klären. In den meisten Fällen – so die Statistik des KFV – ist Unachtsamkeit, mangelnde Übung (im Frühling) und Überforderung Grund für Unfälle im Garten.

Oft sind es auch Schäden am Material. KFV-Experten weisen darauf hin, dass gerade im Frühling eine Überprüfung der Leitern notwendig ist. Rutschhemmende Sprossen, Gummifüße gegen Abrutschen auf glatten Böden und Stahlspitzen für das Aufstellen auf Gras oder erdigem Grund, nennt Robatsch als wichtige Sicherheitsmaßnahmen.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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