Di, 23. Oktober 2018

Mit Flughafen-Schwenk:

06.03.2018 18:00

Ausbau der Westbahn ist fast auf Schiene

Etappensieg für die ÖBB beim geplanten viergleisigen Ausbau der Westbahn zwischen Linz und Marchtrenk: Die größte Hürde, die Umweltverträglichkeitsprüfung, wurde genommen. Zwar haben Gegner bereits erste Einsprüche angekündigt, doch der Ausbau soll bis 2026 fertig gestellt sein.

Vor über drei Jahren haben die ÖBB um die Umweltverträglichkeitsprüfung des viergleisigen Ausbaus angesucht. Mit 1. März hat das Verkehrsministerium den positiven Bescheid erteilt – auch für die geplante Trassenverschwenkung zum Flughafen Hörsching.

Verschwenkung zum Flughafen fix
Doch wo soll die neue Bahnstrecke entlangführen, für die ein maximal 150 Meter breiter Geländestreifen fixiert wurde? In Leonding verläuft die Trasse weitestgehend am Bestand. Jedoch wird wegen der Gleisverbreiterung die Linzer Lokalbahn in diesem Bereich leicht verlegt.  Vor der Unterführung Paschinger Straße schwenkt die Trasse nach Süden hin zum Flughafen Hörsching.

Neue Bahnhöfe und Pendlerparkplätze
Ab dem Flughafen führt die Trasse zurück und mündet etwa bei der Unterführung der B 133 wieder in den Bestand ein. Neu errichtet wird neben den Haltestellen Leonding, Oftering sowie Flughafen auch jeweils eine Park-and-ride-Anlage.

Leonding und Pasching noch offen
Für Pasching ist derzeit keine Haltestelle mehr vorgesehen, wogegen die Gemeinde schon eifrig protestierte. Leonding verhandelt bekanntlich noch über eine Einhausung, wobei die Kostenfrage hier noch nicht geklärt ist. „Sowohl die Haltestelle in Pasching als auch die Einhausung in Leonding könnten nachträglich noch in das Projekt aufgenommen werden“, sagt ÖBB-Sprecher Karl Leitner.

Bau soll 2020 beginnen und 2026 fertig sein
Als nächstes stehen neben Grundeinlöseverhandlungen die eisenbahn- und naturschutzrechtlichen Bewilligungsverfahren an. Ziel sei ein Baubeginn 2020, sechs Jahre später soll die Hochleistungsstrecke um rund 700 Millionen Euro fertig sein. Sollten gegen den UVP-Bescheid – wie zu erwarten – Einsprüche kommen, hätten diese keine aufschiebende Wirkung.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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