Mi, 18. Juli 2018

Kaum zu glauben:

27.02.2018 15:27

Trotz eisiger Kälte, dieser Winter war zu warm!

Es klingt angesichts der eisigen Kälte fast wie ein Scherz, ist es aber nicht: Der meteorologische Winter, der mit Ende Februar zu Ende geht, ist relativ warm verlaufen. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) lagen die Temperaturen im Tiefland 0,8 Grad über dem vieljährigen Mittel. Zudem gab es um ein Viertel mehr Niederschlag, dafür 15 Prozent weniger Sonnenstunden.

Die Aussage, dass der Winter zu warm war, ist aber relativ leicht verständlich: Denn diesen Winter prägten drei sehr unterschiedliche Monate. Im Dezember war es in den Niederungen etwas zu mild und auf den Bergen relativ kalt, dann folgten der drittwärmste Jänner der Messgeschichte und ein kalter Februar. Auf den Bergen war es sogar einer der vier der kältesten Februar-Monate der vergangenen 32 Jahre.

Als "beachtlich" bezeichnet ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik die große Temperaturspanne beachtlich. Der Höchstwert dieses Winters wurde mit 19,1 Grad am 29. Jänner in Eisenstadt gemessen. Ende Februar kühlte es dann in bewohnten Regionen unter minus 25 Grad ab. Am Brunnenkogel in Tirol lagen die Tiefstwerte in der Nacht auf 27. Februar sogar unter minus 30 Grad. 

Elf Prozent weniger Sonnenschein
Die Niederschlagsabweichung in Tirol betrug 62 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel, die Temperaturabweichung -0,1 Grad. Die Sonne schien in Tirol um elf Prozent weniger lang.  Bundesweit lag die Sonnscheindauer um 15 Prozent unter dem vieljährigen Durchschnitt. Damit ist dieser Winter der trübste seit 2009/10. Im Jänner und Februar zeigte sich die Sonne, verglichen mit dem Mittel um zehn bzw. 35 Prozent seltener.

Jenbach im Dezember mit Tageshöchsttemperatur
Die Tageshöchsttemperatur des meteorologischen Winters in Tirol geht an Jenbach. Dort betrug sie am 11. Dezember feine 16,5 Grad Celsius. Den Tiefstwert wiederum verbucht Ehrwald mit minus 18,2 Grad am 14. Februar. Der nasseste Ort in Tirol war in diesen drei Monaten Nauders mit 134% mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel.

Massig Schnee im Arlberggebiet
In den inneralpinen Lagen waren die Schneeverhältnisse, sowohl bei den Schneedeckentagen als auch bei den Neuschneesummen, durchwegs überdurchschnittlich. Die summierte Menge des Neuschnees war im Gebiet vom Arlberg bis zum Großteil der Obersteiermark sowie in Kärnten um rund 50 bis 100 Prozent höher.

Claus Meinert
Claus Meinert
 krone.at
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