Do, 21. Juni 2018

Tesla-Streit eskaliert

23.02.2018 06:09

62 Unternehmer verweigern TVB-Abgabe

Der „Tesla-Streit“ im TVB Alpbachtal-Seenland eskaliert: 62 Unternehmer unterzeichneten ein Schreiben ihres Anwaltes an das Land. Darin sind 14 Fragen enthalten, die sich kritisch um die Anschaffung eines 120.000 Euro teuren Tesla-Elektroautos drehen. Bis zur Klärung will man die Pflichtbeiträge nicht mehr zahlen!

Der Innsbrucker Anwalt Matthias Paul Hagele betont in dem Brief an die Aufsichtsbehörde und LH Günther Platter, dass die Unternehmer „keinesfalls Querulanten“ seien und man nicht andere Personen „vernadern“ möchte. Grund sei die erschütterte Vertrauensbasis zur TVB-Führung und der Zweifel, ob sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig gehandelt worden sei.Es geht – wie berichtet – um den geleasten 120.000 Euro teuren Elektro-Pkw der Marke Tesla, der dem Geschäftsführer zur Verfügung gestellt wurde. An das Land erging ein Katalog mit 14 konkreten Fragen.Unternehmer stellen
14 Fragen an das Land
Unter anderem geht es dabei um folgende Punkte: Wer war der Initiator des Ankaufs? Wie wurde dies gerechtfertigt? Wann wurde das Auto bestellt (schon vor oder nach der Vorstandsentscheidung)? Welche Leistungen erbringt Tesla im Rahmen der angeblichen Werbekooperation? Erhielt der Aufsichtsratschef eine Provision? Mit welchen Anteilen wird das Fahrzeug vom Geschäftsführer für Privatfahren genutzt?

Werbewirkung des Tesla ist umstritten
Die TVB-Führung verweist auf einen mehrheitlichen Vorstandsbeschluss (Anm.: eine Gegenstimme von Hannes Neuhauser, Bürgermeister von Brandenberg). Schon im Dezember, bei einem stürmisch verlaufenden Treffen mit rund 70 Unternehmern, brachte der TVB den hohen Werbewert des Elektroflitzers ins Spiel. Genau dies bezweifelten die Kritiker, etwa Werner Dengg vom Autohaus Strasser: „Mit dem 400 PS starken US-Schlitten in Deutschland für unsere Region zu werben – perverser geht’s nicht.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner
Andreas Moser
Andreas Moser
 krone.at
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