Do, 21. Juni 2018

Ständig neue Tricks

17.02.2018 10:42

Illegale Sex-Szene in private Wohnungen verdrängt

Von der Straße zurückgedrängt, hat sich die illegale Prostitution in Innsbruck nun vermehrt in private Räumlichkeiten verlagert. Sie wurde dadurch aber nicht weniger. Im Kampf dagegen hat die Polizei zuletzt einige Erfolge einfahren können. Doch die Tricks der Prostituierten erschweren diese Arbeit immer mehr. Zwei Rumäninnen wurden zuletzt in kürzester Zeit gleich zweimal ertappt!

Adriana, Bella, Lucia, Natali oder auch als Lara Innsbruck, Sandra Feuer, New in Town (neu in der Stadt) und Mary Sweet – auf einschlägigen, auch speziell auf Innsbruck zugeschnittenen Online-Plattformen finden Freier alles, was deren Herz begehrt. Aber auch die Polizei hat diese Online-Auftritte längst entdeckt und stets im Visier. Und geht dort auf Jagd nach jenen Damen der Nacht, die illegal der Prostitution in der Landeshauptstadt nachgehen. Ohne Skrupel, ohne Genierer, aber mit jeder Menge Fantasie und vielen Angeboten. Mit Preisen für klassische Dienste um etwa 50 Euro.

Illegale Prostitution von der Straße verbannt
Die Innsbrucker Polizei war zuletzt im Kampf gegen illegale Prostitution sehr erfolgreich. Florian Greil, Leiter des Innsbrucker Strafamtes bei der Landespolizeidirektion: „Wir haben die illegale Prostitution von der Straße in die Wohnungsszene zurückgedrängt.“ Genauer gesagt in die Privatzimmervermietung, wie etwa „AirBnb“ eine ist. Dort mieten sich die Frauen ein, um ihre Dienste anzubieten. Aber nicht allzu lange. Damit ihnen nämlich die Polizei nicht so leicht auf die Schliche kommt, quartieren sie sich teils nach einer Woche wieder um. Internet macht es möglich. Haften die Vermieter? Greil: „Dem Vermieter kann man in Bezug auf die Sorgfaltspflicht im Vorhinein keinen Vorwurf machen.“ Aber man schaue genau, ob sich gewisse Vorgänge wiederholen.

Zwei Prostituierte erneut von Polizei ertappt
Erst am Mittwoch wurden in Innsbruck zwei illegale Wohnungsbordelle geschlossen. In einer Wohnung hatten vier Rumäninnen ihre Sex-Dienste verrichtet. Zwei davon wurden am Freitag erneut ertappt – in einem laut Polizei gehobenen Innsbrucker Hotel. Ein Ermittler gab sich zunächst als Interessent aus, dann folgten die Festnahmen. „Aufgrund der Unbelehrbarkeit der Frauen.“

Seit September neun Wohnungen versiegelt
Seit September des Vorjahres wurden in Innsbruck insgesamt neun Wohnungen aufgrund von illegaler Prostitution geschlossen. Und wie reagieren die Damen, wenn sie erwischt werden? „Etwas erstaunt, aber wenig beeindruckt, obwohl wir sie aufgrund verschiedener Vergehen mit Anzeigen zupflastern“, betont Greil.

Claus Meinert
Claus Meinert
Hubert Rauth
Hubert Rauth

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