Mo, 16. Juli 2018

Akademische Ausbildung

16.02.2018 21:00

Neuer Pflege-Bachelor als Leuchtturmprojekt in OÖ

Mit Wintersemester 2018/19 startet an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe der neue Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege. „Wir sind alle sehr stolz auf das Produkt“, schwärmt Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander. Für Absolventen könne sie schon jetzt eine Jobgarantie abgeben.

Geplant ist ein Hochschulstudium mit 340 Studienplätzen pro Jahr in den fünf Regionen Innviertel (Studienstandort ist Ried mit den Lehrkrankenhäusern Ried, Schärding und Braunau); Salzkammergut (Studienstandort ist Vöcklabruck mit den Lehrkrankenhäusern Vöcklabruck, Gmunden und Bad Ischl); Zentralraum Wels (Studienstandort ist Wels mit den Krankenhäusern Wels, Grieskirchen und Rohrbach); Zentralraum Linz (Studienstandort sind das Kepler Uniklinikum und das Ordensklinikum mit den Lehrkrankenhäusern Linz und Freistadt) sowie Pyhrn/Eisenwurzen (Studienstandort ist Steyr mit den Lehrkrankenhäusern Steyr und Kirchdorf).

Alle an einem Strang
„Bei diesem Regionalkonzept ziehen landesweit alle Spitäler an einem Strang – ein echtes Leuchtturmprojekt“, freut sich Haberlander.
An den Studienstandorten erfolgen die Gesamtumsetzung der Ausbildung sowie die praxisnahe Forschung. Die Lehrkrankenhäuser sind vor allem für die Praktika verantwortlich.
Im Vollausbau sind 1020 Studienplätze vorgesehen, Interessenten können sich bereits online bewerben – siehe auch nachfolgendes Interview mit Heide Jackel.

„Ein visionäres Studium geplant“
Heide Jackel leitet den neuen Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege. Der Praxisanteil beträgt 51 Prozent der Ausbildung.

„Krone“: Was ist das Spezielle an dem neuen Studiengang?
Heide Jackel: Wir haben versucht, ein modernes, visionäres Studium zu entwickeln, in dem ein hoher Praxisbezug, Forschung und Interprofessionalität fest verankert sind. Ziel war es, die Zusammenarbeit und die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem zu verbessern. Der Praxisanteil wird übrigens 51 Prozent an der Gesamtausbildung betragen – umgerechnet 2300 Stunden.

„Krone“: Es sind auch Auslandspraktika vorgesehen.
Jackel: Diese können ab dem 5. von insgesamt 6 Semestern absolviert werden.

„Krone“: Was ist der Sinn, die akademische Pflegeausbildung derart zu regionalisieren?
Jackel: Damit soll künftig der regionale Bedarf an bestens ausgebildeten Gesundheitsprofis abgedeckt werden. Die Bewerbungszeit hat schon begonnen und läuft bis 31. März.

„Krone“: Ist bei der Pflegeausbildung künftig nur noch der akademische Weg möglich?
Jackel: Nein, es gibt auch noch die Ausbildung zum Pflegeassistenten und zum Pflegefachassistenten.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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