554 ¿ Standmiete
Paris bittet Maler vom Montmartre zur Kasse
Ausland
30.09.2009 13:39
Sie gehören zu Paris wie der Eiffelturm und die Seine: die Maler von Montmartre. Doch jetzt fürchten zahlreiche der 149 offiziell zugelassenen Künstler um ihre Existenz. Zwar gehört für viele Touristen ein Gang durch ihren Bilderwald nach einem Besuch der Kirche Sacré Coeur einfach dazu. Doch die Stadt Paris hat ihnen jetzt die Standmiete von 160 auf 554 Euro je Quadratmeter und Jahr erhöht. Damit zahlen die Maler und Karikaturisten gut doppelt so viel wie die Cafés für ihre Terrassen.
"Das ist der falsche Moment für eine Erhöhung", klagte der Maler Atilio der Zeitung "Parisien". Die Bilder fänden vor allem bei Amerikanern und Japanern Anklang. Doch gerade die litten jetzt am meisten unter der Krise. "Die Leute schauen - aber sie kaufen nicht mehr", berichtete der 70-Jährige.
Harte Konkurrenz
Rund zehn Millionen Touristen kommen jährlich auf den Montmartre. Reich werden die Maler dennoch selten. Denn die meisten Besucher bewundern nur die pittoreske Szene, und die Konkurrenz ist hart. Neben den registrierten Künstlern rangeln Dutzende "Illegale" mit Dumpingpreisen um die Kunden.
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