Schwere Vorwürfe
Deutscher Oberst beging bei NATO-Angriff Fehler
Weil beides aber in Wirklichkeit nicht der Fall gewesen sei, hätte Klein den Befehl zum Luftangriff nicht eigenmächtig erteilen dürfen, meldet das Magazin. Klein habe es zudem abgelehnt, die Menschenansammlung um die Tanklaster warnen zu lassen. Dem Magazin zufolge haben die Bomber-Piloten bei Klein angefragt, ob sie durch einen demonstrativen Tiefflug über dem Gebiet eine Warnung hätten abgeben sollen. Dies habe Klein aber anscheinend abgelehnt.
Zahlreiche Zivilisten getötet
Bei dem Angriff starben zahlreiche Menschen, nach Angaben der afghanischen Regierung waren darunter auch 30 Zivilisten. Der Militärschlag hatte in Deutschland eine neue Debatte um einen Abzug der Bundeswehr aus dem Land ausgelöst. Die Extremistengruppe Al Kaida droht in neuen Videos (Bericht in der Infobox) mit Anschlägen in Deutschland, sollten die Parteien, die für den Afghanistan-Einsatz sind, bestätigt werden. Außer der Linkspartei sind dies alle im Bundestag vertretenen Parteien.
Klagen über mangelnde Ausrüstung
Unterdessen beklagt die Bundeswehr gravierende Mängel bei der Ausrüstung der Truppe in Afghanistan. Im aktuellen "Erfahrungsbericht Einsatz" bemängelt Brigadegeneral Jörg Vollmer übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter anderem das Fehlen besonders geschützter Fahrzeuge.
Von den 38 zwischen Jänner und Juli ausgefallenen Fahrzeugen sei kein einziges ersetzt worden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Laut "Focus" kritisiert Vollmer zudem, dass die Hubschrauber der Truppe nur eingeschränkt zur Unterstützung der Einsätze geeignet seien. In der Region um die Stadt Kundus sei zudem die Truppenstärke nicht ausreichend, heißt es in dem Bericht des Magazins weiter.
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