25.01.2018 12:00 |

„Nicht in der Lage“

Keine Erstattung für Air-Berlin-Kunden!

Viele Passagiere mit verfallenen Flugtickets der insolventen Air Berlin dürften wohl durch die Finger schauen und können nicht mehr mit einer Erstattung rechnen.

Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagte, das Unternehmen sei nicht einmal in der Lage, einen Kredit komplett zurückzuzahlen, mit dem der deutsche Bund die Airline nach dem Insolvenzantrag in der Luft gehalten hatte. Es würden voraussichtlich mindestens 75 Millionen Euro zurückgezahlt, sagte der Sprecher. "Das ist eine vorsichtige Prognose."

Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz angemeldet und im Oktober ihren Flugbetrieb eingestellt. Wer vor diesem Tag gebucht hat, geht voraussichtlich leer aus, weil die Forderung aus der Insolvenzmasse bedient wird. Betroffen sind nach früheren Angaben der deutschen Airline rund 100.000 Tickets. Forderungen können noch bis 1. Februar angemeldet werden.

Mehr Schulden als angenommen
Laut Insolvenzbericht hat die pleitegegangene Airline viel mehr Schulden, als bisher angenommen. Dem stünde weit weniger Vermögen gegenüber. Die Schulden werden in einem dem Gläubigerausschuss vorgelegten Bericht mit bis zu 4,4 Milliarden Euro angegeben. Allein die deutsche Bundesregierung (via KfW), der Fiskus und die Bundesagentur für Arbeit müssten mit Ausfällen von rund 200 Millionen Euro rechnen. Das verwertbare Vermögen betrage nach derzeitigem Stand nur 88 Millionen Euro, heißt es in den deutschen Medienberichten unter Bezug auf das Insolvenzpapier.

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