Videos zeigen Schüsse
Anrainer melden Explosionen bei Flughafen im Niger
Am Donnerstag kurz nach Mitternacht erschütterten Schüsse und Explosionen das Gebiet rund um den Hauptstadtflughafen im Niger. Möglicherweise waren die Schüsse Teil eines Angriffs auf eine Sondereinheit zur Terrorismus-Bekämpfung.
Von Anrainern aufgenommene Videos zeigen Streiflichter im Nachthimmel der Hauptstadt des Niger. Zudem sind auf den Aufnahmen Explosionen zu hören. Auf anderen Bildern waren meterhohe Flammen und verkohlte Autos zu sehen. Nachdem die Schüsse aufgehört hatten, waren Anrainer zufolge die Sirenen von Feuerwehrfahrzeugen zu hören, die zum Flughafen fuhren. Nach knapp zwei Stunden sei wieder Ruhe eingekehrt. Unklar war zunächst, warum die Schüsse abgefeuert wurden und ob es Verletzte gab.
Sondereinheit könnte Ziel von Angriff geworden sein
Der größte Flughafen des Landes ist gleichzeitig der Hauptsitz einer Truppe, die der Niger gemeinsam mit Mali und Burkina Faso zur Bekämpfung radikalislamischer Terroristen gegründet hatte. Ihr gehören 5.000 Soldaten an. Der Niger, Mali und Burkina Faso werden alle von Militärjuntas regiert.
Tausende Tote nach Jihadistenanschlägen
Der Niger ist seit rund zehn Jahren mit tödlicher Gewalt durch Jihadistengruppen konfrontiert, die mit Al-Kaida und der Miliz Islamischer Jihad in Verbindung stehen. Dabei wurden insbesondere im Dreiländereck zwischen Niger, Mali und Burkina Faso zahlreiche blutige Anschläge verübt. Im vergangenen Jahr wurden rund 2.000 Menschen im Niger durch die Gewalt getötet, wie Daten der Nichtregierungsorganisation ACLED (Armed Conflict Location & Event Data) zeigen.
Verstärkte Zusammenarbeit mit Russland
Das Militär im Niger hatte im Juli 2023 den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt. Wie andere Länder in der Region wandte es sich daraufhin von Europa und der früheren Kolonialmacht Frankreich verstärkt Russland zu und forderte westliche Truppen auf, das Land zu verlassen. Die französische Armee, die US-Armee und die deutsche Bundeswehr zogen sich aus dem Niger zurück. Vor fünf Jahren hatte der Niger die Truppenstärke seiner Armee auf 50.000 Soldaten verdoppelt.









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