Überraschende Absage

Tauziehen um Bahnhofpolizei

Kärnten
19.01.2018 23:00
Porträt von Christian Rosenzopf
Von Christian Rosenzopf

Er zählt zu den meist frequentierten Orten in Kärnten: Am Klagenfurter Hauptbahnhof wird daher seit Jahren um die Wiedereröffnung der Polizeistation gerungen. In dieser Woche erteilte der neue Innenminister jedoch eine Absage. Damit überraschte er auch seine eigene Partei in Kärnten.

Gleich nach der Amtsübernahme hatte FP-Innenminister Herbert Kickl angekündigt, 2000 zusätzliche Polizisten in Österreich einsetzen zu wollen. Die Stadtregierung wagte daher einen neuen Vorstoß für die Bahnhofpolizei. SP-Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler schickte im Namen des Stadtsenates den Antrag nach Wien.

Am Donnerstag folgte die schriftliche Absage des Ministeriums: „Eine Erhöhung der Polizeipräsenz zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls kann nicht durch das bloße Vorhandensein einer Polizeiinspektion kompensiert werden. Zielführender ist die konkrete Verstärkung der operativen Präsenz von Polizisten vor Ort bzw. die schnelle Verfügbarkeit gut ausgebildeter Kräfte aus dem Streifendienst.“ Pfeiler ist erbost: „Die vielen Ankündigungen für mehr Sicherheit sind also nicht mehr als Luftblasen!“ Auch in der Kärntner FP ist man überrascht.

Die erste Reaktion von Landesrat Gernot Darmann, als er von der „Krone“ über die Absage informiert wurde: „Interessant.“ Beim Treffen mit Parteifreund Kickl will er am Dienstag das Thema erörtern: „Die Polizei am Bahnhof ist ein Signal an die Bevölkerung.“

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