Chaos in Samoa

Schwerer Unfall nach Umstellung auf Linksverkehr

Ausland
15.09.2009 10:36
Eine Woche nach der Umstellung von Rechts- auf Linksverkehr, die im Südsee-Inselstaat Samoa ein Chaos auf den Straßen ausgelöst hat, ist nun der erste schwere Unfall passiert: Ein Bub wurde von einem Bus erfasst, der auf der falschen Straßenseite fuhr. Der Zwölfjährige erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen, berichteten Lokalmedien am Dienstag.

Am 1. September war der Verkehr in der ehemaligen deutschen Kolonie am frühen Morgen angehalten worden - Autofahrer mussten auf die andere Straßenseite wechseln (siehe Story und Video in der Infobox). Die Umstellung, die die Einfuhr von Gebrauchtwagen aus anderen links fahrenden Ländern wie Australien und Neuseeland erleichtern soll, ist im Land umstritten.

Größtes Problem für die 180.000 Einwohner ist nach der Umstellung der öffentliche Verkehr. Die Regierung hat Busse, die die Türen wie früher auf der rechten Seite haben, auf den Straßen verboten. Passagiere müssten nach der Umstellung nun mitten auf der Straße aussteigen. Bisher wurden aber nur 18 Busse umgestellt. Die Betreiber streiten mit der Regierung darüber, wer für die Kosten aufkommt.

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