'Schlimmster Tatort'

Verletzter stirbt nach Bluttat im Spital

Ausland
31.08.2009 09:01
Nachdem die US-Polizei am Samstag sieben Erschossene und zwei Schwerverletzte in einer Wohnwagensiedlung nahe Brunswick im US-Bundesstaat Georgia aufgefunden hatte, ist nun eines der überlebenden Opfer seinen Wunden im Krankenhaus erlegen. Zwar gab es am Sonntag eine erste Festnahme in dem Fall, die Polizei habe aber noch keinen konkreten Hinweis auf den Mörder.

Der 22 Jahre alte Anrufer, der die Polizei über die Tat informiert hatte, sei in den Mordfall verwickelt, gelte aber nicht als möglicher Täter, zitierte das Internet-Portal "firstcoastnews.com" die Polizei. Der Mann werde des Drogenbesitzes und der Falschaussage beschuldigt.

"Meine ganze Familie ist tot"
"Meine ganze Familie ist tot", rief der schluchzende 22-Jährige in dem Notruf, der am Montag veröffentlicht wurde. Er erklärte, er habe die Opfer gefunden, als er heimgekehrt sei. Offenbar seien seine Verwandten erschlagen worden. Unter den Toten seien sein Vater, sein Onkel und seine Cousins. In dem Anruf flehte er den Telefonisten an, Hilfe zu schicken.

Die zuständige Polizei des Landkreises Northern Glynn weigerte sich einem Bericht der lokalen Zeitung "Brunswick News" zufolge, irgendwelche Angaben über Herkunft, Alter oder Geschlecht der Toten in der Siedlung "New Hope" mitzuteilen. Matt Doering, der örtliche Polizeichef, ließ lediglich mitteilen, dass sich keine Kinder unter den Opfern befänden.

"Der schlimmste Tatort"
"Der schlimmste Tatort, den ich in meiner 17-jährigen Karriere hier gesehen habe", sagte der Direktor der Gerichtsmedizin des Landkreises, Jimmy Durben, laut "firstcoastnews.com". Eine Bewohnerin der Wohnwagensiedlung sagte der "Brunswick News", sie sei schockiert. "Es ist hier friedlich", betonte die Frau, die ungenannt bleiben wollte. Die Siedlung werde videoüberwacht.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben noch keinen konkreten Verdacht, wer hinter dem Blutbad stecken könnte, und 25.000 Dollar (17.400 Euro) Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Festnahme des Täters oder der Täter führen. "Wir brauchen Hilfe", sagte ein Polizeisprecher.

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