Weil die Ampel auf Rot geschaltet war, hatte der Zugbegleiter Walter Pock - ein gebürtiger Grazer, der in Haimburg (Kärnten) lebt - vor der Kreuzung Grabenstraße/Körösistraße warten müssen: "Mein Vater ist neben mir im Auto gesessen." Plötzlich sah er, dass ein Sattelschlepper von der Körösistraße nach rechts in die Grabenstraße einbog.
Entscheidende Zentimeter
Unmittelbar vor dem Lkw befand sich eine Radfahrerin (52), die der Lkw-Chauffeur (50) offenbar nicht sah. "Der Laster hat sie zwei Mal mit der vorderen Stoßstange touchiert, sie hat es gerade noch geschafft, nicht zu stürzen. Doch dann ist sie schon auf der Fahrbahn gelegen", erzählt Walter Pock, der blitzschnell reagierte: "Ich bin aus dem Wagen gesprungen, zum Lkw gelaufen und habe dem Chauffeur mit Gesten gedeutet, dass er anhalten soll." Was er auch tat, der Lkw blieb Zentimeter vor der Frau stehen, ihr Fahrrad war vom Laster schon plattgewalzt worden.
"Gott sei Dank"
"Die Dame hatte das Glück, dass sie beim Anprall vom Fahrrad geschleudert und nach vorne katapultiert worden war. Sonst würde sie wahrscheinlich nicht mehr leben", sagt Walter Pock. Christiane L. aus Graz, die mit einer gebrochenen Hand davongekommen war, konnte im Schock ihr Glück nicht fassen: "Sie hat immer wieder 'Gott sei Dank' gesagt." Ebenso schockiert war der Lkw-Lenker Karl S. aus Mooskirchen. Walter Pock: "Er hat mir leid getan, weil ihn die Leute beschimpft haben. Sie haben geglaubt, dass er die Radfahrerin bemerken hätte müssen. Was aber nicht der Fall war. Er konnte sie nicht sehen, sie war im toten Winkel!"
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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