Mord beim Campen
Ehepaar und Tochter brutal niedergestochen
Bei der Polizei ging gegen 3 Uhr ein Notruf von Nachbarn der Familie auf dem Campingplatz ein. Hilferufe seien aus dem Holzpavillon auf dem Platz Lönsquelle zu hören gewesen. "Wir werden hier alle abgestochen. Der ist noch hier", habe nach Angaben der Nachbarn eine Frau gerufen. Die ältere Frau habe offenbar noch versucht, zu Nachbarn zu flüchten, sagte Staatsanwalt Martin Botzenhardt. Ihre Leiche sei vor deren Tür gefunden worden.
Ex-Mann in der Nähe des Tatorts festgenommen
Kurz nach dem Eintreffen im Haus hatte die Polizei das Kind unversehrt im Bett der Großeltern gefunden. Es wurde vorübergehend ins Krankenhaus gebracht. Mehrere hundert Meter vom Tatort entfernt fiel den Beamten ein Auto mit einem Kölner Kennzeichen auf. Nachdem sie es gestoppt hatten, ließ sich der Fahrer widerstandslos festnehmen. Im Auto fand die Polizei mehrere Waffen, darunter ein Samurai-Schwert sowie vier Messer, eine Sturmhaube und einen Würgedraht. Der Mann hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Fast den ganzen Sommer auf Campingplatz verbracht
Das 53 und 55 Jahre alte Ehepaar und die Tochter wohnten in Gelsenkirchen. Nachbarn auf dem Campingplatz berichteten, der Mann habe als Lkw-Fahrer gearbeitet. Die Familie habe fast den ganzen Sommer über auf dem Campingplatz gewohnt.
Der Tatort war zur Spurensicherung zeitweise weiträumig abgesperrt. Der Campingplatz Lönsquelle wird überwiegend von Dauercampern benutzt. Viele haben sich hier ein Holzhaus gebaut oder einen Wohnwagen hingestellt. Auf vielen Plätzen gibt es sogar einen eigenen Wasser- und Gasanschluss.
Drei Tote in Schwalmtal
Erst am Dienstag hatte im sauerländischen Schwalmtal ein Pensionist drei Menschen erschossen, weil das Haus seiner Tochter versteigert werden sollte. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Rechtsanwälte und einen Gutachter. Ein weiterer Gutachter überlebte das Blutbad schwer verletzt.
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