Teure Nachhilfe

2.000 Schüler zittern vor “Nachzipf”

Burgenland
17.08.2009 08:48
Die Sommerferien neigen sich langsam dem Ende zu. Doch nicht alle burgenländischen Schüler können den restlichen August in vollen Zügen genießen – viele müssen um den Aufstieg in die nächste Klasse zittern. Beim Lernen für die Nachprüfung vertrauen die meisten auf professionelle Nachhilfe. Eine Branche, die trotz teils horrender Preise boomt.

2.000 der 33.000 Schüler müssen hierzulande selbst im Urlaub lernen, damit sie den im Herbst anstehenden "Nachzipf" gut überstehen. Das macht auch den Eltern schwer zu schaffen. Denn immer öfter wird auf Nachhilfe gesetzt, was auf die Dauer jedoch alles andere als billig kommt.

Kosten zwischen zwölf und 33 Euro pro Einheit
Mehr als sechs Millionen Euro stecken die Burgenländer pro Jahr in Extra-Lernstunden für den erhofften schulischen Erfolg ihrer Sprösslinge. Je nachdem, ob in der Gruppe oder im Einzelunterricht gebüffelt wird, liegen die Kosten zwischen zwölf und 33 Euro pro Stunde. "Wir empfehlen daher dringend, die Preise unter den Anbietern, sprich Nachhilfelehrern, zu vergleichen, um sich unnötige Ausgaben zu ersparen", rät Eva Schreiber vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer.

Nachhilfe wird schnell zur Kostenfalle für Eltern
Sorgen bereitet jedoch die Tatsache, dass die Nachhilfeschüler immer jünger werden: Acht Prozent haben noch nicht einmal die Volksschule abgeschlossen, brauchen aber schon bezahlte Hilfe. So wird der schulische Alltag – neben den restlichen, anfallenden Materialien – schnell zur Kostenfalle für die Eltern. "Viele müssen sogar ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen, um ihren Kindern die Ausbildung überhaupt ermöglichen zu können", heißt es. 

von Oliver Schnetzer, Kronen Zeitung
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