Offen für Südkorea
Nordkorea kündigt Grenzöffnung für Besuche an
Unterdessen versetzte Nordkorea Bevölkerung und Truppen in Alarmbereitschaft. Anlass ist ein gemeinsames Manöver von südkoreanischen und US-Streitkräften im Nachbarland. Das Manöver sei eine "ernsthafte Bedrohung" des Friedens und Auftakt für eine Invasion, berichteten die staatlichen nordkoreanischen Medien unter Berufung auf das militärische Oberkommando Pjöngjangs. Bei der "geringsten militärischen Provokation" werde Nordkorea mit Atomwaffen zurückschlagen.
Die USA und die südkoreanische Regierung von Präsident Lee Myung-bak sollten erkennen, dass die nordkoreanische Armee fest entschlossen sei, "Aggressoren gnadenlos auszuradieren", hieß es in einer von der KNCA am Sonntag unter Berufung auf einen Militärvertreter verbreiteten Meldung.
Die USA haben in Südkorea noch zeitweise bis zu 30.000 Soldaten stationiert. Nach Angaben Washingtons sind die Truppenübungen mit Südkorea ausschließlich verteidigungsorientiert. Das in Südkorea stationierte UNO-Kommando hatte die nordkoreanische Volksarmee über die Übungen wie üblich vorher informiert.
56 Jahre Waffenstillstand
Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag auf der geteilten nordostasiatischen Halbinsel. Der Koreakrieg dauerte von 1950 bis 1953. Im Juni 1950 hatten nordkoreanische Truppen die nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegte Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrades überschritten. Der Weltsicherheitsrat beschloss damals auf Initiative der USA, Südkorea mit UNO-Truppen zu Hilfe zu kommen.
Die Sowjetunion boykottierte die Sitzung; somit war kein Vertreter Moskaus zugegen, um ein Veto einzulegen. Die USA stellten das weitaus größte Truppenkontingent der UNO-Streitmacht. China unterstützte Nordkorea mit einer großen "Freiwilligen"-Armee. Der verheerende Krieg wurde durch einen bis heute gültigen Waffenstillstand beendet; dieser wurde von einem US-General im Namen der Vereinten Nationen unterzeichnet.
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