Brennende Autos

Ausschreitungen in Pariser Vorort

Ausland
11.08.2009 08:31
Jugendliche Bewohner der Pariser Vorstadt Bagnolet haben den zweiten Abend in Folge Autos in Brand gesetzt und Polizisten angegriffen. Auch ein Reisebus brannte am Montagabend völlig aus, wie Filmaufnahmen des Fernsehnachrichtendienstes APTN zeigen. Die Polizei schickte zusätzliche Kräfte in die Siedlung und brachte die Situation bis Mitternacht nach Angaben der Präfektur wieder unter Kontrolle. Auslöser der Gewalt war der Tod eines Jugendlichen, der am Sonntagabend auf der Flucht vor der Polizei bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Innenminister Brice Hortefeux ordnete eine interne Untersuchung zum Tod des 18-Jährigen an und rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.

Die Ausschreitungen der wütenden jungen Leute waren Sonntagnacht nach dem Tod des 18-Jährigen ausgebrochen. Anrainer aus dem Viertel des verunglückten 18-Jährigen aus Bagnolet im Nordosten von Paris zerstörten mehrere Buswartehäuschen und zündeten Mülltonnen an. Bereits wenige Minuten nach dem Unfall fanden sich junge Leute zusammen und schwenkten drohend Eisenstangen vor der Polizei, die sich mit zehn Mannschaftswagen sowie drei Feuerwehrwagen bereithielt. Nach Angaben von Ermittlern und Justizbeamten gab es keine Zwischenfälle zwischen der Polizei und den Jugendlichen.

Jugendlicher auf Flucht verunglückt
Die Stimmung hatte sich aufgeheizt, nachdem der Pizzabote vor einer Polizeikontrolle geflohen und mit seinem Motorrad verunglückt war. Der junge Mann verlor den Angaben zufolge in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Betonpfeiler. Justizmitarbeitern zufolge berührten sich der Polizeiwagen und das Motorrad nicht. Die Staatsanwaltschaft Bobigny schaltete die Polizeiaufsicht ein.

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