Denn die Frage „Was hat der NSDAP-Ausweis von Haiders Vater Robert Haider mit Kultur zu tun?“ stellen sich wohl nicht nur jene, die dem Haider-Kult kritisch gegenüberstehen. „Alles ist Kultur“, meint Gerhard Finding, der die Ausstellung konzipiert hat: „Haiders Vergangenheit beginnt mit seinen Eltern.“
Kommt der VW Phaeton? Keine Antwort...
Geplant hat der Leiter des Bergbaumuseums eine „biografische Ausstellung“: „Es beginnt mit seinen Eltern und der Kindheit und Jugend in Oberösterreich. Dann kommt die Familie in Kärnten, sein Leben und seine Visionen als Landeshauptmann und sein Tod.“ Ob in diesem Zusammenhang auch der zertrümmerte Phaeton präsentiert wird? Klare Antwort gibt es darauf keine. Finding: „Meines Wissensstandes nach nicht.“
„Wer hat mit seinem Tod zu tun gehabt?“
„Kuriose Sachen, wie sie über Haiders tödlichen Unfall im Internet kursieren“ werde es im Bergbaumuseum aber nicht geben, versichert Finding: „Es müssen alles belegbare Tatsachen sein. Wer hat mit seinem Tod zu tun gehabt?“ Auch wenn es so klingt, meint Finding dies nicht im Sinn von Verschwörungstheorien: „Wir haben mit den Helfern vom Roten Kreuz geredet, die am Unfallort dabei waren. Wir haben im Krematorium in Villach gefragt, ob es die Verbrennung tatsächlich gegeben hat, wann sie stattgefunden und wie lange sie gedauert hat.“
Die Idee zur Sonderschau heftet sich Finding auf seine Fahnen: „Da haben weder das BZÖ noch Kulturreferent Albert Gunzer etwas damit zu tun.“ Am Tag nach Haiders Tod habe er zufällig vor einem von Haiders Plakaten von der Nationalratswahl eine Frau mit einer Kerze in der Hand knien und beten sehen: „Da habe ich gewusst, dass da etwas ganz Besonderes ist.“
Für die Ausstellung sei auch kein Umbau im Museum notwendig. Die 85.000 Euro der Stadt sind für die technische Einrichtung, den laufenden Betrieb und Werbung gedacht. Letzteres wird kaum noch notwendig sein...
Auszüge aus der Serie "Inoffiziell" von Waltraud Dengel in der "Kärntner Krone"
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