"Dummheit"

Militärübung in Marseille löst Brand aus

Ausland
23.07.2009 10:18
Bei einem der schwersten Flächenbrände der vergangenen Jahre in Frankreich sind nahe Marseille 1.200 Hektar Busch- und Waldgebiet niedergebrannt. 480 Feuerwehrleute waren in der Nacht auf Donnerstag im Einsatz. Der Brand wurde durch Schießübungen in einem Militärlager ausgelöst, was Präfekt Michel Sappin als "Dummheit" verurteilte.

Rund 50 Gebäude in den östlichen Vororten Marseilles wurden am Mittwochabend vorsorglich evakuiert, die 120 Einwohner eines Seniorenheims in La Panouse in Sicherheit gebracht. Die Nationalstraße von Marseille nach Cassis wurde gesperrt. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz leichte Brandverletzungen, ein Kollege und vier Polizisten wurden wegen Atemproblemen behandelt.

Präfekt Sappin verwies darauf, dass es bereits im vergangenen Jahr nach Schießübungen einen großen Flächenbrand gegeben habe. "Letztes Jahr war es in der Nähe des Lagers Canjuers, nun ist es in Carpiagne", sagte Sappin. Er habe den Militärgouverneur angerufen und ihm gesagt, dass dies "nicht hinnehmbar und skandalös" sei. Die Soldaten könnten nicht bei den derzeitigen Wetterbedingungen "ihren Aktivitäten nachgehen, als wenn nichts wäre".

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