In Zeiten der Krise

Nur im Burgenland gibt es weniger Firmenpleiten

Burgenland
21.07.2009 12:38
Die Zahl der Firmen- und Privatpleiten in Österreich ist im ersten Halbjahr im Jahresvergleich deutlich gestiegen. Täglich gingen 29 Firmen und 42 Private pleite. Die Zahl der Firmeninsolvenzen stieg insgesamt um 9,3 Prozent auf 3.509 Fälle. Einzig im Burgenland gingen die Firmenpleiten zurück.

Während im ersten Halbjahr 2008 im Burgenland 128 Unternehmen Insolvenz anmeldeten, waren es heuer nur 120, was einem Rückgang von 6,3 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu verzeichneten Oberösterreich und Salzburg einen Rekordzuwachs. Auch Tirol und die Steiermark folgten diesem Trend. In Wien gab es absolut betrachtet die meisten Insolvenzen (1.031).

11 Prozent mehr Privatkonkurse im Burgenland
Die Privatkonkurse stiegen im Halbjahr österreichweit um 6,5 Prozent auf 4.564 Pleiten. Dabei nahm vor allem die Zahl der mangels Masse abgewiesenen Insolvenzanträgen mit plus 14,5 Prozent auf 657 Fälle besonders stark zu. Im Burgenland mussten im ersten Halbjahr 2009 108 Personen Privatkonkurs anmelden, im Jahr zuvor waren es 97 gewesen.

Steigende Arbeitslosigkeit
Am starken Anstieg bei den Privatkonkursen sei die steigende Arbeitslosigkeit mitverantwortlich, so die Creditreform. Dadurch verfügen viele Privatschuldner nicht mehr über die Mittel zur Entschuldung über ein Insolvenzverfahren. Da das Ende der Krise vorläufig nicht absehbar sei, sei eine verantwortungsvolle Einschätzung des finanziellen Spielraums besonders wichtig. "Aber auch eine vorsichtige Einschätzung und Kalkulierung diverser Risiken schützt nicht vor unvorhersehbaren Ereignissen wie plötzliche Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Unfall."

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