Toter bei Open Air
Ein Toter, 69 Verletzte bei Festival in der Slowakei
Innenminister Robert Kalinak bestätigte am Samstagabend, dass ein 29 Jahre alter Mann ums Leben gekommen sei. Zwei weitere Männer und eine Frau lagen am Sonntag noch im Koma. Die Verletzten wurden auf insgesamt elf Krankenhäuser aufgeteilt. Beim Großteil der Verletzten handele es sich um Slowaken. Aber auch ein Ire, ein Brite und mehrere Tschechen wurden verletzt.
Bilder der Unglücksstelle in der Infobox!
Das von über 30.000 Menschen besuchte Festival "Pohoda" (frei übersetzt "Wohlfühlen") in der nordwestslowakischen Stadt Trencin wurde nach dem Unglück vorzeitig abgebrochen.
Stromausfälle in Bratislava
Das stürmische Wetter richtete am Samstag in der gesamten Westslowakei schwere Schäden an. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume und abgerissene Äste sowie heruntergefallene Dachziegel blockiert. Ein Teil der Hauptstadt Bratislava blieb stundenlang ohne Strom. Aus mehreren Orten wurden überflutete Keller gemeldet.
Europaweit Tote durch Gewitter und Sturm
In ganz Europa sind am Wochenende bei Gewittern und Stürmen Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind auch sechs Bergsteiger, die im italienischen Aostatal und am französischen Mont Blanc trotz sehr schlechten Wetters unterwegs gewesen waren. In weiten Teilen Kroatiens verursachte ein Unwetter große Schäden. Auf einem Strand der Insel Krk verunglückte ein ungarischer Urlauber tödlich. Er wurde von Geröll erschlagen.
An der Cote d'Azur wurde am Samstagabend ein gekentertes Schnellboot entdeckt. Eine Leiche konnte geborgen werden, nach drei Vermissten wird noch gesucht. Zum Zeitpunkt des Unfalls vor der Küste von Saint-Tropez wehte ein heftiger Wind, das Meer war stark bewegt. Auch in Deutschland waren Einsatzkräfte nach Unwettern im Dauereinsatz, betroffen waren vor allem Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg.
In der Nähe der ligurischen Hafenstadt La Spezia starb in der Nacht zum Samstag ein Fischer. Der 49-jährige Italiener stand auf einem Bootsanleger im Hafen von Lerici und wurde von meterhohen Wellen ins Wasser gerissen. Alle Versuche, das Ufer zu erreichen, scheiterten an der unruhigen See. Bei mehreren Erdrutschen nach starken Gewittern starben in Borca di Cadore bei Belluno in der Region Venetien eine 82-jährige Frau und ihr 63 Jahre alter Sohn. Sie waren in ihrem Haus von einer Lawine aus Schlamm und Gestein überrascht worden, die das Dach zum Einsturz brachte.
Bergsteiger verunglückt
Drei Bergsteiger aus Litauen verunglückten im Mont-Blanc-Massiv tödlich. Die drei waren in einer Gruppe von sechs auf etwa 3.300 Meter Höhe unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Bergwacht am Samstag in Chamonix. Einer von ihnen habe das Gleichgewicht verloren und die anderen beiden mitgerissen. Sie seien etwa 250 Meter tief gestürzt.
Am Freitag waren drei französische Bergsteiger am Monte Rosa im Aostatal ums Leben gekommen. Die Bergsteigergruppe war trotz schlechten Wetters aufgebrochen und hatte wohl aufgrund starken Nebels den Weg verfehlt, sagte der Chef der Bergwache Aostatal, Alessandro Cortonovis. Sie stürzten auf einer Höhe von 3.900 Metern etwa 300 Meter in die Tiefe. "Es gibt einfach noch zu viele Menschen, die den Bergsport und vor allem die Wettervorhersagen auf die leichte Schulter nehmen", sagte Cortinovis.
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