Abszess statt Krebs
Brite verpulverte wegen Fehldiagnose all sein Geld
"Ich war ein gesunder Mann und hätte noch viel Zeit zum Arbeiten gehabt. Jetzt kann ich nichts mehr machen", sagte der Brite Phil Collins der Zeitung "The Sun". Er könne nichts mehr essen, nichts mehr im Magen behalten und fühle sich generell sterbensübel. "Dabei will ich nur, dass es mir ein wenig besser geht und ich ein aktives Leben führen kann", so der von den Toten auferstandene Mann.
Angeblich nur noch Monate zu leben
Nach einer Gallen-Untersuchung im April 2007 hatten Ärzte dem Mann aus der Grafschaft Dorset mitgeteilt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei und nur noch wenige Monate zu leben habe. Der Patient kündigte daraufhin seinen Job und gab über 20.000 Euro für ein Motorrad und ein Auto aus, um sich und seiner Frau noch ein paar Wünsche zu erfüllen. Auch sein eigenes Begräbnis arrangierte der vermeintlich Sterbenskranke.
Ehefrau gab ebenfalls ihren Job auf
Seine Frau gab ebenfalls ihre Arbeit auf, um ihren Mann pflegen zu können. Als dieser zwei Jahre später noch immer lebte, zeigten neue Untersuchungen, dass er lediglich an einem harmlosen Abszess litt. "Wenn man zwei Jahre im Bewusstsein lebt, dass man bald sterben wird, und dann erfährt, dass dem doch nicht so ist, dann ist das schon ein harter Schlag", so Collins.
Fürs Motorradfahren zu schwach
Vor allem ein Umstand schmerzt den 61-Jährigen enorm: Gerade mit dem im Angesicht des Todes erworbenen Motorrad kann er wegen seines allgemein schlechten Gesundheitszustands in Folge der aggressiven Krebsbehandlung nicht fahren. "Jedes Mal, wenn es jemand im Gespräch erwähnt, zerreißt es ihm das Herz", so Gattin Isabel. Derzeit stehe die rund 6.000 Pfund teure Triumph unbenutzt in der Garage herum.
Diagnose vor der Test-Auswertung
Das Krankenhaus entschuldigte sich für den Fehler. Die Diagnose sei damals voreilig gestellt worden, noch bevor alle Testergebnisse ordentlich ausgewertet worden seien. Nun stehe man aber in Kontakt mit dem Paar, um die Ermittlungen zu einem "positiven Abschluss" bringen zu können.
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