Mindestens 2 Tote
Frankreich: Explosion in Erdölanlage
Während die Behörden davon sprachen, dass noch zahlreiche Arbeiter unter Trümmern begraben lägen, machte Total darüber keine Angaben. Die Explosion ereignete sich gegen 15.10 Uhr, die genaue Ursache war zunächst unklar. Die Feuerwehr war mit etwa 20 Fahrzeugen und 50 Feuerwehrmännern im Einsatz.
Die Explosion ereignete sich Total zufolge, als ein sogenannter Dampfspalter wieder in Gang gesetzt werden sollte, der zuvor wegen schlechten Wetters ausgeschaltet worden war. Dabei explodierte eine Anlage, in der Wasserdampf hergestellt wird. Mit Dampfspaltern werden in der chemischen Industrie Erdöl und andere Rohstoffe mit Hilfe von Wasserdampf umgewandelt, zum Beispiel bei der Herstellung von Kunststoffen. Dabei werden die Rohstoffe auf eine Temperatur von 800 Grad gebracht und dann schlagartig abgekühlt.
Etwa 100 Menschen arbeiteten an der Unglücksstelle
An dem Dampfspalter Nummer 1, an dem das Unglück passierte, sind in der Regel etwa 100 Arbeiter eingesetzt. Die Anlage wird von Total Petrochemicals France (TPF) betrieben, der Chemiesparte des französischen Erdölunternehmens.
Im Jahr 2001 starben 31 Menschen bei der Explosion einer Düngemittelfabrik eines Tochterunternehmens von Total im südfranzösischen Toulouse. Tausende Menschen wurden verletzt und 30.000 Häuser zerstört.
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