Das „Wahlzuckerl“ würde, so rechnete man damals vor, etwa sechs Millionen Euro kosten. Und man werde es aus dem „Zukunftsfonds“ finanzieren. Versprochen war das für einen Wahlsieg des BZÖ. Der traf dann auch tatsächlich ein; sogar überraschend klar und eindeutig. Nur das Versprechen des Jugendstartgeldes scheint heute das Papier nicht mehr wert zu sein, auf dem es damals formuliert wurde.
Bis dato ist in Kärnten noch kein Jugendstartgeld ausbezahlt worden. Ja, schlimmer noch; es ist nicht einmal mehr etwas davon zu hören. Jugendliche, die sich per E-Mail an das Land wenden und fragen, wo und wie sie nun zum Tausender kämen, erhalten keine Antwort.
"Das muss erst geklärt werden!"
Und beim Bürgerbüro heißt es auf telefonische Anfrage: „Ja, ähhh, das ist noch nicht... das dauert noch... das muss noch geklärt werden.“ Und auf die Nachfrage: „Gut, wann darf ich dann wieder anrufen, und krieg’ ich das dann auch im Nachhinein, schließlich brauche ich das Geld für den Führerschein“, heißt es: „Das ist so ... nicht ... sicher ... derzeit noch.“
Nichts als Gestammel also auf Anfragen junger Menschen, die ein Versprechen eingelöst haben wollen – oder zumindest eine klare Antwort erwarten, auch wenn diese „Nein“ heißt.
Denn politverdrossen, und zwar noch mehr als bisher schon, sind die jungen Kärntnerinnen und Kärntner ja ohnehin bereits. Und wen wundert es, wenn sie sagen: „Eh klar, wir haben den „Schmarrn“ ja schon vor der Wahl nicht geglaubt!“
von Hannes Mösslacher (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at
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