„Es sind bereits 80 Prozent der Jahresniederschlagsmenge gefallen. Das hat massive Auswirkungen auf die Ernte“, weiß Markus Tschischej, der Leiter des Pflanzenbaureferats in der Landwirtschaftskammer. Die Wintergerste wäre schon reif gewesen, konnte aber von den überfluteten Äckern nicht geerntet werden.
Wird ausgewachsener Weizen zu minderwertigem Korn, kann er maximal als Futter und damit mit bis zu 40 Euro Einbußen pro Tonne verkauft werden. „Jeder Tag mit Niederschlag bedeutet zusätzliche Schäden“, so Tschischej.
Ernteeinbußen gibt es auch im Obstbau. „Kirschen, Himbeeren und Ribisel faulen bereits. Durch Hagel angeschlagene Äpfel ebenfalls. Und Pflanzenschutz aufzubringen hat bei fast täglichem Regen keinen Sinn. Schimmelgefahr droht“, so Siegfried Quendler, Leiter der Obstbauversuchsanstalt St. Andrä. Die Experten hoffen nun nicht nur auf besseres Wetter, sondern auch auf aktiveren Klimaschutz.
von Christina Kogler, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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