Im Schneesturm

Deutscher 100 Meter in Osttirol abgestürzt

Kärnten
08.07.2009 18:51
Nur knapp überlebt hat ein Deutscher ein Bergunglück in Matrei. Der 55-jährige Urlauber war Dienstag unterhalb des Landeckkogel-Gipfels 100 Meter weit abgestürzt und schwer verletzt liegen geblieben. Nebel und Schneesturm verzögerten die Rettung. Erst Mittwoch konnte der Mann ins Tal gebracht werden.

Der Deutsche aus dem schwäbischen Nördlingen wollte am Dienstag mit einem Freund auf den Landeckkogel. Knapp unter dem Gipfel rutschte er aus und stürzte 100 Meter tief. Der Mann erlitt mehrere Brüche und lag schwerst verletzt in unwegsamem Gebiet.


Sein Freund stieg zur Karl-Fürst-Hütte, um Hilfe zu holen; ein Schweizer Bergführer bot diese an. Wieder an der Absturzstelle, konnten die Männer aber nichts ausrichten; der Schweizer schlug Alarm.

Schneesturm behinderte Rettung
20 Bergretter, Alpingendarmen und ein Hundeführer stiegen auf. Franz Riepler vom Polizei-Alpindienst: „Wegen schlechtem Wetter konnten nur der Arzt und ich ins Gebiet geflogen werden.“ Dort ging es dann nicht weiter: „Erst zog Nebel auf, dann tobte ein heftiges Gewitter, bei dem in kurzer Zeit 15 Zentimeter Neuschnee fielen.“ 

Erst gegen 23 Uhr gelangten Retter zu dem Verletzten: „Zuletzt musste der Deutsche mittels Gebirgstrage noch 100 Meter abgeseilt werden, bis er zur Hütte transportiert werden konnte.“ 

Die Ärzte Peter Kraler und Ludwig Lepka versorgten den Schwerstverletzten – in der Früh konnte dieser endlich ins Krankenhaus Lienz geflogen werden.

von Serina Babka, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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