"Purer Wahnsinn"

Dörfler will “Traiskirchen II” verhindern

Kärnten
27.06.2009 20:13
In der Diskussion um ein Erstaufnahmezentrum Süd für Asylwerber in Kärnten gehen neuerlich die Wogen hoch! Mit einem Lockangebot versuchte Innenministerin Maria Fekter, Kärntner Gemeinden ein Asylantenheim schmackhaft zu machen. Bei den Bürgermeistern stieß sie größtenteils auf Ablehnung - einzig Bad Eisenkappel und Neuhaus haben ihr Interesse bekundet, was Landeshauptmann Gerhard Dörfler sauer aufstößt...

Die Bürgermeister von Bad Eisenkappel, Franz Josef Smrtnik (Einheitsliste), und von Neuhaus, Gerhard Visotschnig (SPÖ), zeigen sich an den Plänen der Innenministerin nicht abgeneigt.

Dörfler: "Purer Wahnsinn"
Landeshauptmann Dörfler (BZÖ) reagierte am Samstag in einer Presseaussendung (Titel: "Kein Traiskirchen II") so: "Die Bürgermeister wissen anscheinend nicht mehr was sie tun und verraten ihre Gemeinden. Einen Kurort wie Bad Eisekappel durch ein Asyllager zu zerstören und jegliches Image zu nehmen, grenzt an puren Wahnsinn".

Dörfler kündigte an, "alle nur erdenklichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diese politische Amokfahrt der gescheiterten Innenministerin zu beenden."

„Es könnte zu Unruhen in der Bevölkerung kommen“, kommentiert Gemeindebundchef Hans Ferlitsch die Pläne für das Erstaufnahmezentrum.

ÖVP-Politiker über Innenministerin: "Nicht fähig"
Bürgermeister Dieter Mörtl (ÖVP) aus Feistritz/Gail geht mit seiner Parteifreundin Fekter wegen dem „unmoralischen Angebot“ an die Gemeinden hart ins Gericht: „Die Innenministerin ist schlicht nicht fähig, das Ministerium zu führen, wenn sie mit finanziellen Anreizen versucht, Werbung für eine ganz normale Aufgabe des Staates zu machen.“

Mörtl regt an, Fekters Vorgehen vom Korruptionsgesetz her zu beleuchten, und bezweifelt auch, dass die von ihr aufgestellte Rechnung stimmt.

Nichts mit einem Erstaufnahmelager zu tun haben will auch Bürgermeister Hermann Seebacher (BZÖ) aus Winklern: „Das würde nur Unruhe bringen. So ein Lager gehört in die Heimatgemeinden jener Politiker, die das befürworten.“

Aus Erfahrung mit der Unterbringung von Tschetschenen vor einigen Jahren lehnt auch Schieflings Valentin Happe (ÖVP) ein Asylantenheim ab: „Wir haben damals fast einen Volksaufstand gehabt.“

von Waltraud Dengel (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at

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