Im Job drangsaliert

Einarmige verklagt Abercrombie & Fitch

Ausland
25.06.2009 14:10
In Großbritannien hat eine einarmige Verkäuferin die US-Modekette Abercrombie & Fitch wegen Diskriminierung verklagt. Die 22-jährige Riam Dean fordert eine Entschädigung von umgerechnet mehr als 23.000 Euro, weil sie wegen ihrer Behinderung bei der Arbeit drangsaliert und herabgewürdigt worden sei. Das Unternehmen ist auch bekannt dafür, gerne besonders hübsche und sehr schlanke Menschen einzustellen.

Im Londoner Hauptgeschäft der vor allem bei Teenagern und jungen Leuten beliebten Kette sei sie gezwungen worden, im Lager zu arbeiten, berichtete die junge Frau, der seit Geburt der linke Unterarm fehlt. Nach ihren Angaben begründete das Unternehmen die Maßnahme damit, es genüge nicht den internen Kleidungsvorschriften, wenn sie ihre Behinderung mit einer Strickjacke abdecke.

Nach ihrer Kündigung sei sie "nicht mehr derselbe Mensch" gewesen und habe aus Verlegenheit angefangen, ihre Behinderung auch im Hochsommer mit langärmeligen Pullovern zu bedecken, sagte Dean vor Gericht. "Ich dachte, dass mein Arm mich immer wieder in Schwierigkeiten bringen wird." 

Eine Sprecherin von Abercrombie & Fitch bezeichnete Deans Vorwürfe als "nicht zutreffend". Das Unternehmen strebe danach, allen Mitarbeitern eine "würdevolle" Umgebung zu schaffen.

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