Regen dauert an

Wienfluss und Donau führen Hochwasser

Wien
23.06.2009 15:31
Die anhaltenden Niederschläge machen sich auch in Wien deutlich bemerkbar. So hat sich etwa der Wienfluss im Bereich der Fußgängerübergänge der U4-Stationen in einen reißenden Fluss verwandelt. Auch der Wasserstand der Donau ist steigend. Aufgrund der prognostizierten Niederschläge im Einzugsgebiet werden die Pegel sogar noch weiter steigen. Die Hochwasserspitze werde voraussichtlich am Freitagvormittag erreicht.

Zehn Zentimeter beträgt der durchschnittliche Pegelstand des Wienflusses. Egal, ob am Stadtrand in Auhof oder bei seiner Mündung in den Donaukanal - mehr als ein schüchternes Bächlein ist da nicht zu erkennen. Doch am Dienstag trauten viele Wiener ihren Augen nicht. Trotz Dauerregens blickten sie bei den Fußgängerübergängen der U4-Stationen in die Tiefe: Unter ihnen schoss ein reißender Strom dahin - ein Schauspiel, dass nur alle "heiligen Zeiten" stattfindet. "

Ein Überlaufen des von 1895 bis 1899 errichteten steinernen Flussbettes sei aber noch lange nicht in Sicht. "Derzeit ist es ein 30-jähriges Hochwasser - die Retentionsbecken in Auhof werden erst bei einem 100-jährigen Hochwasser geöffnet", so der Sprecher am Dienstagnachmittag.

Als erstes von den Fluten betroffen wäre die U4-Brücke zwischen den Stationen Schwedenplatz und Landstraße (Wien-Mitte). Bei anhaltend starkem Regen steigt der Pegel der "Wien" relativ rasch an, weil die lehmigen Wienerwaldböden lediglich mit einer dünnen Humusschicht überzogen sind und somit nur wenig Wasser speichern können. Zahlreiche Zuflüsse speisen den Wienfluss, der bedeutendste ist der Mauerbach.

Donau führt 15-jähriges Hochwasser
Laut Prognosen vom Dienstag werde das Maximum des Durchflusses etwa 8.000 Kubikmeter pro Sekunde (Wasserstand am Pegel Korneuburg rund sieben Meter) erreichen. Dies entspreche einem etwa 15-jährigen Hochwasserereignis. Zum Vergleich: Die Wassermassen im August 2002 bedeuteten ein Jahrhundert-Ereignis.

"Wien ist dank umfangreicher Maßnahmen beim Hochwasserschutz bestens vorbereitet", erklärte Gerald Loew, Leiter der MA45. "Der Wiener Donauhochwasserschutz ist auf eine Durchflussmenge von 14.000 Kubikmeter pro Sekunde ausgebaut. Dabei würde es sich um ein Ereignis handeln, das statistisch nur ein Mal in mehreren tausend Jahren eintreten kann", so Loew.

Weiterhin intensive Niederschläge erwartet
Ein bisschen Geduld müssen die WienerInnen noch aufbringen, bis sie wieder angenehm warmes Sommerwetter genießen können. Laut Meteorologen von der ZAMG in Wien wird es auch in den nächsten Tagen noch intensive Niederschläge geben - vor allem entlang der Alpennordseite.

Erst in der Nacht auf Donnerstag dürfte sich der Dauerregen langsam verziehen. Der Sommer kehrt jedoch erst am Sonntag so richtig zurück und sollte dann auch für einige Zeit das Kommando übernehmen.

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