Die heimische Arbeitswelt ist laut aktueller Auswertung des Arbeitsklimaindex' moderner geworden. "Benachteiligte Gruppen müssen immer mehr um ihre Existenzsicherung kämpfen und junge Arbeitnehmer stehen stärker unter Druck", erklärte Projektleiterin Edith Enzenhofer (SORA) bei der Präsentation der Ergebnisse.
Die Arbeiterkammer lässt seit 1997 vomMeinungsforschungsinstitut den so genannten Arbeitsklimaindexberechnen. Im Vergleich über sieben Jahre zeigen sich demnachModernisierungen vor allem bei den "soft facts" wie Betriebsklimaund Weiterbildung.
Zwei-Klassen-Gesellschaft Verschlechterungen hingegen sehen ArbeitnehmerI beider Einkommensentwicklung, der Alterssicherung oder den Chancenauf dem Arbeitsmarkt. Österreich ist zwar moderner geworden,auf der anderen Seite steuert das Land jedoch immer mehr auf eineZwei-Klassen-Gesellschaft zu.
Zufriedenheit sinkt Während die Karrierechancen im Unternehmen deutlichpositiver gesehen werden, sind die Beschäftigten in Hinblickauf ihre Arbeitsmarktchancen pessimistischer. Nach einem Höchstwertvon 50 Punkten im Jahre 2001 ist der entsprechende Index wiederauf 45 Punkte gesunken. Ähnlich verhält es sich auchbei der Zufriedenheit mit dem Einkommen.
Mit dem Einkommen auskommen... Schon zehn Prozent der befragten Beschäftigtengeben an, mit ihrem Einkommen kein Auskommen zu finden. Bei Personenohne Matura liegt dieser Wert sogar bei 26 Prozent, vor siebenJahren waren es 22 Prozent gewesen. Lediglich 12 Prozent allerArbeitnehmer unter 30 Jahren geben an, sehr gut von ihrem Einkommenleben zu können. Fast die Hälfte - 47 Prozent - findetgerade noch das Auskommen.
Alterssicherung Nur mehr 14 Prozent hoffen auf eine ausreichendePension im Alter, 38 Prozent unter 30 Jahren sind sich sogar sicher,dass ihre Pension zu niedrig sein wird. 46 Prozent glauben, dasssie mit ihrer Pension wohl gerade noch über die Runden kommenwerden.
Keine Verbesserungen für Frauen Der Anteil der weiblichen Beschäftigten istzwar von 43 Prozent im Jahr 1997 auf 46 Prozent im Jahr 2003 angestiegen,ihr Anteil am Einkommen liegt aber unverändert seit 1997bei nur 36 Prozent. Ein Grund dafür ist die hohe Verbreitungder Teilzeitarbeit bei Frauen: Während derzeit nur sechsProzent der Männer Teilzeit arbeiten, sind es bei den Frauen43 Prozent.
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