Anti-Drogenkrieg
Mexiko: Militär entwaffnet 2.700 Polizeibeamte
Ausland
12.06.2009 13:49
Das mit der Bekämpfung der Drogenkriminalität beauftragte mexikanische Militär hat die Polizeikräfte der Städte San Nicolás, Escobedo und Monterrey teilweise entwaffnet. Teile der Polizei gelten als von Drogenbanden unterwandert.
Die Soldaten hätten mit Unterstützung der Bundespolizei die Gewehre der insgesamt 2.700 Beamten eingezogen, berichteten nationalen Medien am Donnerstag (Ortszeit). Die Bürgermeister der betroffenen Städte seien mit der drastischen Maßnahme einverstanden gewesen, sagte der Minister für innere Sicherheit des Bundesstaates Nuevo Leon, Aldo Fasci.
Videos zum mexikanischen Drogenkrieg findest du in der Infobox!
Auslöser der Aktion waren Demonstrationen der Polizisten gegen das Militär und die Bundespolizei am Dienstag. Dabei hatten die Polizisten wichtige Straßen blockiert. In den Tagen zuvor waren 80 städtische Polizisten unter dem Verdacht der Zusammenarbeit mit der organisierten Kriminalität festgenommen worden.
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