GM-Ausverkauf
Wird der “Hummer” jetzt ein Chinese?
Der wuchtige Hummer, der Händlern zufolge je nach Typ schon mal 21 Liter Sprit verbraucht, war zuletzt zum Inbegriff einer verfehlten Modellpolitik des einst weltgrößten Autobauers geworden. 2008 war der Hummer-Absatz in den USA um 51 Prozent auf nur noch 27.500 Fahrzeuge eingebrochen. Experten zufolge wird der Verkauf der Marke möglicherweise nicht mehr als 100 Millionen Dollar in die GM-Kassen spülen. Noch im Vorjahr hatte GM Hummer vergeblich für rund 500 Millionen Dollar angeboten.
Verkauf ist Teil der Schlankheitskur für GM
GM hat nach eigenen Angaben zunächst eine vorläufige Einigung mit dem Käufer erreicht. Details will GM "in naher Zukunft" nennen. Die "New York Times" berichtete, Hummer solle an das chinesische Unternehmen Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery gehen. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtete, GM werde an ein chinesisches Unternehmen verkaufen. Es gebe eine entsprechende Absichtserklärung mit der Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery in China, erfuhr AP aus informierten Kreisen.
Der Hummer-Verkauf ist Teil der GM-Strategie, schlanker aus der Insolvenz hervorzugehen. So sollen bis Ende 2009 auch die Marken Saab und Saturn veräußert und die Marke Pontiac bis Ende 2010 eingestellt werden. GM will sich dann auf Buick, Chevrolet, Cadillac und GMC konzentrieren, die jetzt schon 80 Prozent des Umsatzes ausmachen.
US-Automarkt am Boden
Unterdessen wurde bekannt, dass die Flaute am US-Automarkt andauert. Auch wenn einige Hersteller den Mai bereits als besten Monats des Jahres feierten, mussten sie immer noch Absatzeinbrüche um die 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Das geht aus jetzt veröffentlichten Mitteilungen der Unternehmen hervor.
Insgesamt schrumpfte der US-Markt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34 Prozent auf 925.824 verkaufte Fahrzeuge, wie der Marktforscher Autodata ermittelte. Daraus errechnete Autodata einen Jahresabsatz von 9,91 Millionen Autos. Das liegt zwar etwas über der Schätzung von April, ist aber immer noch ein schmerzhafter Einbruch nach den 13 Millionen 2008 und mehr als 16 Millionen vergangener Jahre.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.