Nach Insolvenz
GM erhält Sofortkredit über 15 Milliarden Dollar
Über die Bewilligung der weiteren Mittel will der Insolvenzrichter am 25. Juni entscheiden. Für den 30. Juni setzte er eine Anhörung über den geplanten Verkauf von Vermögenswerten und Unternehmensteilen an. Der Zeitplan setzt außerdem eine Frist für mögliche Einwände von Gläubigern bis zum 19. Juni.
Parallelen zu Chrysler
Das Insolvenzverfahren für GM folgt damit einem ähnlichen Schema wie das bereits Anfang Mai eingeleitete Verfahren für Chrysler. In diesem Fall genehmigte der Insolvenzrichter am Sonntagabend einen Verkauf der meisten Chrysler-Vermögenswerte an den italienischen Fiat-Konzern (siehe Story in der Infobox).
GM-Anwalt Harvey Miller sagte, das Insolvenzverfahren solle so schnell wie möglich vorangetrieben werden. "Wenn es eine Erholung von Wert geben soll, dann ist es absolut wichtig, dass ein Verkauf so bald wie möglich stattfindet." Kein Verbraucher wolle ein Auto kaufen, wenn der Hersteller mit dem völligen Bankrott konfrontiert sei.
21.000 Jobs gehen verloren
Der Umstrukturierungsplan für GM sieht vor, dass der Großteil der Vermögenswerte in ein neues Unternehmen ausgelagert wird. Die US-Regierung soll 60 Prozent davon übernehmen, die kanadische Regierung 12,5 Prozent. 17,5 Prozent gehen an die Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW und 10 Prozent an die Inhaber von Firmenanleihen der bisherigen GM. Es wird erwartet, dass der Umbau 21.000 Arbeitsplätze kosten wird, das ist rund ein Drittel der Belegschaft.
Die Eckpunkte der GM-Restrukturierung findest du in der Infobox.
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