14 Jahre Schmerzen
Russischer Chirurg vergaß Mullbinde im Herz
Ausland
02.06.2009 11:20
In Russland hat ein Mann 14 Jahre lang mit einer Mullbinde in seinem Herz gelebt, die bei einer Operation in dem Organ vergessen worden war.
Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Montag berichtete, erlitt der Mann nach einem chirurgischen Eingriff in einem kardiologischen Institut in Moskau 1995 einen Herzinfarkt, zehn Jahre später bekam er Hirnblutungen.
Binde war Todesursache
Im Jänner starb er nach jahrelangem Leiden. Bei der Obduktion wurde die Mullbinde entdeckt, die auch als Todesursache identifiziert wurde.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Chirurgen, der den verhängnisvollen Eingriff vor mehr als einem Jahrzehnt vornahm. Da die Akten zu den 1995 gemachten Operationen nicht mehr existierten, werde es jedoch schwierig sein, den Arzt zu finden, sagte der zuständige Staatsanwalt Anatoli Bagmet.
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