Triathlet unschuldig

Strafverfahren gegen Hannes Hempel eingestellt

Kärnten
29.05.2009 16:19
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat im Zusammenhang mit der Causa Hütthaler das Strafverfahren gegen den Kärntner Triathleten und Ex-Radprofi Hannes Hempel eingestellt. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich unschuldig bin. Nun ist es auch bewiesen", ließ der 35-jährige Sportler am Freitag über sein Management ausrichten.

Hempl war von der wegen EPO-Dopings überführten und mittlerweile zurückgetretenen Triathletin Lisa Hütthaler beschuldigt worden. Ihm wurde vorgeworfen, er hätte Hütthaler zur Bestechung einer Labor-Mitarbeiterin in Seibersdorf angestiftet. Sowohl vor der NADA als auch der Staatsanwaltschaft hatte die Sportlerin sinngemäß behauptet, Hempel habe sie auf diese Idee gebracht, weil bei ihm zwei Bestechungsversuche in Seibersdorf funktioniert hätten. 

"Behauptung ist eine glatte Lüge"
"Daraufhin ist gegen meinen Mandanten wegen angeblicher Beitragstäterschaft zur Bestechung ermittelt worden", so Hempels Anwalt Herwig Haslacher. Der Kärntner Sportprofi wurde auch als Beschuldigter einvernommen. "Nun hat sich endlich herausgestellt, dass Hütthalers Behauptung eine glatte Lüge war. Alles war erstunken und erlogen. Herr Hempel hat Hütthaler ein einziges Mal gesehen. Das war 2007 beim Ironman in Klagenfurt, wo er auch 2.000 andere Triathleten gesehen hat", sagte Haslacher.

Die Anschuldigungen Hütthalers erklärte sich der Anwalt mit Neid: Sie habe Hempel offenbar seine sportlichen Erfolge missgönnt. Mittlerweile liegt gegen die Ex-Triathletin ein Strafantrag wegen Bestechung vor. Sie soll der Mitarbeiterin im WADA-Labor 50.000 Euro geboten haben, falls diese ihre B-Probe verschwinden lasse.

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