Sa, 22. September 2018

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14.05.2009 09:41

Perger Feuerwehrchef feuert "faule" Kameraden

Sie waren feuerrot vor Wut: Fünf Perger Feuerwehrleute bekamen einen bösen Brief von ihrem Kommandanten. Weil sie Übungen und Einsätze geschwänzt hätten, dürften sie nicht mehr bei der Feuerwehr dabei sein. Der streitbare Feuerwehr-Chef sieht’s als „Aufmunterungsversuch“, hinter den Kulissen brodelt es heftig.

„Es wurden nur Leute angeschrieben, die seit zehn, zwölf Jahren nicht mehr bei Übungen und Einsätzen dabei waren. Es steht ganz klar in den Statuten, dass man bei den Übungen dabei sein muss. Wir haben zehn, elf Autos und jährlich 160 bis 180 Einsätze. Und bei den heute hochtechnisierten Geräten muss jeder Handgriff passen. Da geht es ohne ständiges Üben einfach nicht“, erklärt der Perger Feuerwehrkommandant Franz Poscher, Herr über 120 Feuerwehrleute, den ungewöhnlichen „Mahnbrief“. Was stand genau drin? Die Formulierung hat’s in sich: „Da du längere Zeit, aus welchem Grunde auch immer, nicht bereit bist, für den Dienst am Nächsten bei uns mitzuarbeiten, wirst du laut Kommandobeschluss am 1. April abgemeldet.“

Doch die Drohung war kein Aprilscherz, sondern ernst gemeint. Poscher: „Es gab mittlerweile ein Gespräch mit dem Bürgermeister. Zwei haben sich beschwert, sind auch jetzt wieder dabei. Die anderen drei haben sich nicht gemeldet.“ Insgeheim glaubt er nicht, dass der „Rauswurf“ viel gefruchtet hat: „Mit den beiden wird’s auch nix mehr.“

Von Christoph Gantner, "OÖ-Krone"
Symbolbild

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