So, 19. August 2018

"Tschickbude"

07.05.2009 15:12

Perspektiven für Linzer Tabakfabrik vorgestellt

Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Linzer Tabakfabrik, die mit Jahresende ihren Betrieb einstellt, gibt es drei Szenarien für die künftige Nutzung. Der Universitätsprofessor Robert Bauer vom Institut für Organisation der Johannes Kepler Universität hat eine im Auftrag der Stadt Linz erstellte Studie am Donnerstag in einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Stadt will das rund 70.000 Quadratmeter umfassende Gebäude um 17,7 Mio. Euro erwerben.

Im ersten Szenario "Kreativstadt" geht Bauer von einer breit angelegten Kulturoffensive aus, die Linz zu einer "web city" macht. In der Tabakfabrik könnten entsprechende kreativwirtschaftliche Unternehmen untergebracht werden. Im zweiten Ansatz "Exzellenz" setzt der Studienautor die Schwerpunkte ebenfalls auf einen technologisch orientierten Zugang zu Kunst und Kultur und sieht darüber hinaus die Ansiedlung einer Universität und einer postgradualen Bildungseinrichtung vor. Der dritte Vorschlag "Jugend, Toleranz und Material" ergänzt obendrein um Bildungs- und Kultureinrichtungen für die Jugend.

Stadt hat noch keine Präferenzen
Bürgermeister Franz Dobusch und Finanzreferent Stadtrat Johann Mayr ließen noch keine Präferenz erkennen. Der Bürgermeister betonte, dass mehr offen als klar sei und "dass die Stadt mit dieser Aufgabe ein Riesen-Risiko eingegangen ist." Es bestehe kein Zeitdruck, mit einer Realisierung rechne man nicht vor 2015. Zu den Detailkosten des jeweiligen Szenarios konnte noch keine Auskunft gegeben werden. Am 4. Juni soll der Gemeinderat die Kaufvertragsbeschlüsse für das Fabriksgelände und den dazugehörigem Sportplatz absegnen. Außerdem soll die Gründung einer GmbH beschlossen werden.

Die Tabak-Produktion der Japan Tobacco in Linz wird bis Ende 2009 schrittweise verlagert und dann eingestellt. Das von 1930 bis 1935 nach Plänen der Wiener Architekten Peter Behrens und Alexander Popp errichtete Hauptgebäude der Tabakfabrik ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Österreichs.

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